Katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“ publiziert großes Portrait über David Berger

„Leuchtturm des Abendlandes“: Warum David Berger statt Tagespolitik wieder auf Thomas von Aquin setzt. Eine Momentaufnahme  Von Stefan Meetschen“ – so der Einleitungstext zu einem, in der aktuellen traditionsreichen katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ erschienenen Portrait über meine Person, das hier kurz vorgestellt werde soll.

Meetschen, der von Warschau nach Berlin gekommen war, um das Hintergrundinterview mit mir zu führen, beginnt: „Kader-Theologe des Vatikans, Chefredakteur einer Zeitschrift für Homosexuelle, Polit-Aktivist rechts von der Mitte oder von dort, wo früher die Mitte war – für David Berger waren die vergangenen Jahre gepflastert mit beruflichen Eruptionen. Dabei knallte er mit seinem Skandal-Buch „Der heilige Schein“, das zu seiner Entlassung aus dem kirchlichen Dienst führte, und durch sein darauf folgendes Verhalten in der Öffentlichkeit vielen katholischen Persönlichkeiten verletzend und zum Teil ehrabschneidend und unwahr vor den Bug. Wahr ist aber auch: einiges von dem hochexplosiven Stoff, den Berger damals enthüllte, mittlerweile durch prominente Kleriker-Affären und Opfer-Klagen bestätigt worden. Sodom, Gomorrha, Rom – Berger hatte die Nase vorn und das Wissen, wo es in der Catholica am intensivsten stinkt.“

Midlife-Krise, Läuterung?

Und weitert: „Umso mehr kann man sich wundern, dass der Publizist ausgerechnet jetzt, da der kirchliche Sündenpfuhl die Menschen schier über jede Belastungsgrenze hinaus schockiert, mit der Neuauflage eines Buches an die Öffentlichkeit tritt, das schon vom Titel her, „Thomas von Aquin. Leuchtturm des Abendlandes“, versöhnlich klingt. Versöhnlich katholisch. Was steckt dahinter? Midlife-Krise, Läuterung?

Bei der Begegnung im Stammhaus des „Café Einstein“ in Berlin gibt Berger zu, dass er sich in den vergangenen Jahren bei der Betreibung seines Blogs „Philosophia Perennis“ immer mehr von der eigentlichen Intention der Website entfernt habe. „Ich habe mich bei der journalistischen Arbeit immer mehr in Tagesfragen verloren. Dabei wollte ich mit der Website eigentlich die aktuellen Probleme vor einem philosophischen Hintergrund beleuchten.“

Im Unterschied zu Politik & Co ist der Katholizismus ein Paradies der Humanität

Und auch am Schluss trifft Meetschen m.E. meine Situation und den Umgang der katholischen Kirche mit Menschen, die in keine Schublade passen, ganz gut, wenn er v.a. mit Zitaten aus unserem Interview schließt:

„Berger: ‚Ich möchte zeigen, wie unglaublich human der Katholizismus ist. Ich möchte den Leuten klar machen, dass das christliche Menschenbild dem Menschen gerecht wird.‘ Als er die Kirche kritisiert habe, hätten ihn die Linken zur Galionsfigur erkoren, dann jedoch zur Hassfigur. Bei der Kirche seien die Versöhnung, die Buße und die Rückkehr stets möglich gewesen. Der Weg zum Beichtstuhl stehe einem stets offen.„Das gibt es nur im Bereich der übernatürlichen Gnade. In keiner Partei.“

Besonders stolz ist David Berger, dass eine Managerin, die keinen Bezug zum Glauben habe und das Thomas von Aquin-Buch gelesen hat, durch das neue Buch neugierig geworden sei auf den Katholizismus. Das katholische Denkgebäude. Weshalb man sein neu aufgelegtes Buch auch nicht vorschnell als PR-Trick abkanzeln sollte. Manchmal greift der Gründer der Kirche auf unvollkommene Werkzeuge zurück. Eigentlich fast immer.“

Der gesamte Beitrag enthält weitere zahlreiche Information zu der Arbeit bei „philosophia perennis“, er beantwortet u.a die Fragen, ob jetzt nicht der geeignete Zeitpunkt gekommen wäre, den seit Kindertag gehegten Wunsch, Priester zu werden, endlich zu erfüllen, und wie es mit PP weitergehen wird.

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Der gesamte Artikel kann für Nichtabonnenten im E-Paper nachgelesen werden: Die Tagespost. Gleichzeitig einen gute Chance, die Zeitung kennen zu lernen, die einen exzellenten Politik- und Kulturteil hat und aktuelle Fragen (wie in dieser Ausgabe die Islamisierung Europas) überhaupt deutlich anders als die Mainstreampresse aufarbeitet.

Er ist jetzt auch auf der Online-Seite der Tagespost verfügbar: Der Zerrissene –
„Leuchtturm des Abendlandes“: Warum David Berger statt Tagespolitik wieder auf Thomas von Aquin setzt. Eine Momentaufnahme.

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Eurabia oder Abendland?

Europa steht am Scheideweg: Wird es sich unter Politikern wie Merkel und Macron weiterhin in rasantem Tempo in Eurabia verwandeln? Oder wird es sich auf die Grundlagen des jüdisch-christlichen Abendlandes zurückbesinnen und diese wehrhaft verteidigen

Tertium non datur! Einen dritten Weg kann es nicht geben

Es geht um nichts weniger als um das Überleben des jüdisch-christlichen Abendlandes und der „Freiheit der Christenmenschen“ (Luther).

Ein ungewöhnlicher Aufruf des Chefredakteurs von „Philosophia Perennis“ aus dem niederrheinischen Marienheiligtum Kevelaer.

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Die gefährliche Rede vom „Schuldkult“ der Deutschen

(David Berger) „Hört endlich auf mit dem Schuldkult“, „Der Schuldkult ist die Ursache für die Grenzöffnung Merkels“ – solche und ähnliche Aussprüche hört man immer öfter im Lager derer, die sich gerne als „Patrioten“ bezeichnen. Die Problematik dieses Begriffs ist dabei den wenigsten bewusst.

Aufgrund heftiger Aggressionen rechtsextremer Kreise gegen meine Person wurde ich in den Diskussionen der letzten Wochen immer wieder mit dem Begriff „Schuldkult“ konfrontiert. Er wird meistens von den „neuen Rechten“, gelegentlich aber auch einigen Liberal-Konservativen gebraucht.

Bei „Schuldkult“ handelt es sich, das sollten alle zuerst wissen, die ihn gebrauchen, um einen Begriff, der von ehemaligen Nationalsozialisten im Kontext der Entnazifizierung erfunden wurde. Er soll die nach dem Ende des Dritten Reiches entstandene Erinnerungskultur im Hinblick auf die Verbrechen des nationalsozialistischen  Deutschlands, besonders die Schoa, entwerten.

Immer wieder entsteht dadurch der Eindruck, dass mit dem Gebrauch des Begriffs mehr oder weniger bewusst der Versuch gemacht wird, die Verantwortung für die Verbrechen der Nationalsozialisten und deren Folgen zu verharmlosen. Dabei unterstellt man allen, die von diesen Verbrechen sprechen, dass sie dies demagogisch zur Unterdrückung Deutschlands und zur Verhinderung der Entstehung eines neuen Nationalismus tun. Sehr oft wird dann im gleichen Atemzug betont, dass die NS-Verbrechen auch nicht schlimmer seien als die Kriegsverbrechen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg.

Brauchen wir eine erinnerungspolitische Wende?

In diesem Zusammenhang wird dann auch die Forderung erhoben, dass wir in unserer Erinnerungskultur eine Wende brauchen: Dass es Zeit ist, endlich den Jahren des Nationalsozialismus, diesem hyper-perversen Sozialismus, und den damit verbundenen Verbrechen der Schoah weniger Aufmerksamkeit zu widmen als bisher geschehen.

Alice Weidel hat dazu bereits Klartext gegen Höcke & Co gesprochen:

Bei dem Ruf nach einer „erinnerungspolitischen Wende“ begegnen wir häufig folgenden Argumenten:

„Was gehen mich die Verbrechen meiner Ururgroßväter und Mütter an? Wieso werde ich dafür heute noch haftbar gemacht? Ich habe doch keine Schuld an dem, was passiert ist!“

Und in der Folge dann:

„Dieses Schuldgefühl wird doch nur instrumentalisiert, damit wir Deutschen zu allem, von offenen Grenzen bis zu massenhaften Vergewaltigungen deutscher Frauen und Kinder durch Migranten, verschämt schweigen.“

(Achtung an die Qualitätsmedien und die damit verbundenen Zensurstellen: Das sind Zitate aus sozialen Netzwerken! Nicht meine Aussagen!)

Es gibt keine Kollektivschuld im Sinne einer „Solidarschuld“

arfa holocaustmahnmalZunächst ist es völlig korrekt: Eine persönliche Schuld gibt es bei jenen, denen die „Gnade der späten Geburt“ (Helmut Kohl) vergönnt war, tatsächlich nicht.

(Foto: Die Jüdin Orith Arfa im Gespräch mit PP am Holocaust-Mahnmal)

Auch gegen eine Kollektivschuld im Sinne einer „Solidarschuld“ haben sich schon 1945 kluge Köpfe, wie etwa der britisch-jüdische Verleger Victor Gollancz, ausgesprochen. Und das zu einem Zeitpunkt und unter Bedingungen, die alles andere hätten verständlich erscheinen lassen.

Das heißt, es ist geradezu „unsinnig, jeden einzelnen Deutschen der Naziverbrechen für schuldig zu halten– aus dem einfachen Grund seiner Zugehörigkeit zur deutschen Nation“ ( Benjamin Sagalowitz, 1950).

Etwas anderes freilich ist es, von „Versagen“ und damit auch „Schuld“ in historischen Zusammenhängen zu sprechen.

Ich bin in den Bundesrepublik Deutschland 1968 geboren. Ich habe dieses Land in meiner Kindheit und Jugend als meine Heimat, die mir alle Entfaltungschancen gab, schätzen gelernt.

Heimatliebe ist kein Verbrechen

In Bayern aufgewachsen und auf einer Klosterschule gebildet, war mein Unterricht noch so gestaltet, dass die deutsche Geschichte nicht auf die Zeit zwischen 1933 und 1945 reduziert war, wie die „Schuldkult“-Rufer immer wieder insinuieren. Sondern es war ein Unterricht, in dem auch die großen Zeiten unseres Volkes, seine Hochleistungen in Kunst und Kultur eine entscheidende Rolle in allen geisteswissenschaftlichen Fächern spielten.

Wenn ich mich recht erinnere, trat in dieser Zeit neben die einfache Liebe zur Heimat, die sehr regional auf das Frankenland und auf Bayern bezogen war, jene zu meinem Vaterland. Ich empfand zum ersten mal das Glück zu einem Volk zu gehören, das in seiner Geschichte neben Dunkelheiten eben auch viele lichte Sternstunden, von der Kaiserkrönung Karls bis hin zur friedlichen Revolution von 1989 kennt. Ein Volk, das ganz entscheidend die Geschicke Europas mitgeprägt hat. und noch heute schlägt mein Herz höher, wenn die Bayern- oder Deutschlandhymne erklingt.

Gott mit dir, du Land der Bayern,
deutsche Erde, Vaterland!
Über deinen weiten Gauen
ruhe Seine Segenshand!
Er behüte deine Fluren,
schirme deiner Städte Bau
Und erhalte dir die Farben
Seines Himmels, weiß und blau!

Je mehr ich mich mit der Geschichte und Gegenwart des jüdisch-christlichen Abendlandes beschäftigt habe, ist auch in mir die Freude daran gewachsen, selbst von dieser Kultur und Geschichte geprägt zu sein. Von jenem in den letzten Jahren auf einmal im Zusammenhang mit Pegida zum „Nazibegriff“ herabgewürdigten Abendland, in dem Menschen deutscher Sprache eine wichtige Rolle gespielt haben.

Das jüdisch-christliche Abendland gegen einen falschen Nationalismus

Es erfüllt mich nach wie vor mit Stolz, Kind des Abendlandes zu sein. Jenes Abendlandes, das im Mittelmeerrraum in der Antike geboren, aus dem Denken großer Geister wie Sokrates, Platon und Aristoteles hervor wuchs, vom Rechtsdenken und den strategischen Leistungen der Römer geprägt wurde.

Ein Erbe, das nach dem Untergang der Antike von der katholischen Kirche und ihren Geistesgrößen – wie einem Thomas von Aquin – bereichert wurde. Und ganz entscheidend auch durch den Einfluss der immerhin fast ein Jahrtausend prägenden Tradition des „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ (962-1806) – weiter getragen wurde.

Ein stets in einem lebendigen Traditionsprozess und interkulturellem Austausch modifiziertes Erbe, das zunächst die Geburt der Universität und eines echten Wissenschaftsverständnisses, dann durch heftige Kämpfe (von dem Investiturstreit angefangen bis hin zur immer noch nicht ganz abgeschlossenen Kampf für die Trennung von Thron und Altar) hindurch Aufklärung und Säkularisierung ermöglichte.

Dieser Stolz und diese Freude ist jedoch immer verbunden mit dem Wissen um die tiefen Schatten, die neben diesen Lichtsäulen der Geschichte stehen:

Aristoteles, der mit Plato wie kein anderer für das Geistesgerüst der hellenistischen Kultur und damit die Geburt des Abendlandes steht, war auch der Lehrer eines Alexander, dem die Geschichte den Beinahmen des Großen gegeben hat. Und das obwohl er Tausende seiner Soldaten, seinen Geliebten und schließlich sich selbst für seine Machtgelüste und ein Denken, in dem sich (soweit wir das wissen) Idee und Ideologie vermischen, in den Untergang trieb.

Das Wissen auch darum, dass der Untergang der Monarchien im Zusammenhang des ersten Weltkrieges eigentlich mehr Demokratie hätte ermöglichen sollen, aber stattdessen Diktaturen in ganz Europa und damit dem Zweiten Weltkrieg den Weg bereitet hat.

Das Wissen darum, dass die katholische Kirche die Entwicklung der Menschenrechte über das christliche Ethos vorbereitete, stets ihre Stimme gegen übertriebene Nationalismen erhob, aber gleichzeitig noch bis vor wenigen Jahrzehnten den heidnischen Antisemitismus ideologisch vorbereiten half. Und nun wieder fast komplett versagen, wenn es um den Import von Millionen an Antisemiten nach Europa geht.

Und das Wissen darum, wie sehr das Volk der Dichter und Denker sich zum willfährigen Vollstrecker von verbrecherischen Barbaren hat machen lassen.

Neben dem Stolz steht auch tiefe Scham über die Verbrechen der Nationalsozialisten

So steht neben all dem Stolz auch immer die tiefe Scham über die Unheilsjahre in Deutschland und die damit verbundenen Verbrechen der Nationalsozialisten, zumal an den Juden, aber unter anderem auch an Homosexuellen, Katholiken, dem Adel und den Zeugen Jehovas – und an den angegriffenen Völkern der eigenen deutschen Bevölkerung.

Wer diese Geschichte näher betrachtet, sieht wie das Böse und die damit verbundene Schuld in ihrer enormen Macht ungeheuer starke Verflechtungen und Netzwerke bildet, die eine Dimension erreichen, in der kaum jemand mehr komplett unschuldig bleiben kann. Der damalige Papst Pius XII ist dafür ein anschauliches Beispiel.

Die Scham eines Abendländers auch darüber, dass man Osteuropa die Schande des Kommunismus angetan hat – mit all seinen Verbrechen, seinen Gulags und vielen anderen Widerwärtigkeiten, die (wie man am langen Arm der Stasi sieht) bis in unsere heutige Zeit fortwirken. Auch ein Teil Deutschlands wurde Opfer dieser verbrecherischen Ideologie und nicht wenige Deutsche haben sich in der Zeit des DDR-Regimes zu Mittätern gemacht. Auch hier ist das gezielte Vergessen eine Katastrophe, die sich derzeit besonders fatal auswirkt.

Ich werde jetzt nicht die Zahl der Opfer des Nationalsozialismus neben jene der Opfer des Kommunismus stellen, wie das nicht nur durch jene geschieht, die damit die Schandtaten der Nationalsozialisten relativieren wollen. Denn ich weiß natürlich, dass so wie kein Mensch letztlich mit dem anderen vergleichbar ist, auch keine Schuld mit der anderen abwägbar ist.

Deshalb taugen auch die nervenden, in ihrer letzten Konsequenz perversen Diskussionen über die exakte Opferzahl der jeweiligen Unrechtsregime, zu nichts. Aber darum geht es auch nicht.

Es geht viel mehr darum, dass es zu unserem eigenen Schaden geschieht, wenn wir – zumal auf programmatische Ansage – vergessen.

Denn – und ich sage das auch im Blick auf den Umbruch, den wir derzeit in Deutschland erleben – es sind immer ähnliche Mechanismen, mit denen Menschen zum Bösen oder zumindest zum Schweigen angesichts des Bösen getrieben werden. Der Sozialismus in seinen roten und braunen Ausprägungen hat noch immer eine ungeheure Macht.

Die Weisheit der immerwährenden Philosophie

Der Mensch – so eine der tiefen Weisheiten der philosophia perennis – verändert sich in seiner Natur nicht. Die conditio humana bleibt immer dieselbe. In den Menschen, die im Dritten Reich lebten, quälten und mordeten, gequält und ermordet wurden, floss das gleiche Blut wie in jenen, die heute lebten oder vor Jahrhunderten. Wir sind nicht weniger anfällig als sie für das Böse.

Wer vor dem alltäglichen Terror in Europa und unserem Vaterland nicht krampfhaft die Augen verschließt, der kann gar nicht anders als hier eine geradezu dämonische Besessenheit am Werk zu sehen.

Und immer wieder ist es das mysterium iniquitatis, das undurchdringliche Geheimnis des Bösen, dem der Mensch sich zuneigt in einer fast nihilistischen Ponderation, die ihm neben dem Streben nach dem Glück und damit dem Guten und der Tugend innewohnt.

Der Psychologe Carl G. Jung hat dieses Zusammen von dunklen und hellen Archetypen gar als konstitutionell für den ganzen Menschen und daher auch seine psychische Gesundheit gedeutet.

In diesen Einsichten aus Philosophie und Psychologie finden wir die Basis, warum und unter welchem Vorbehalt wir von einer Wiederholung der Geschichte sprechen können, was nichts anderes heißt, als dass wir den Menschen in seiner Größe, aber auch seiner Niedertracht und Schuld wieder erkennen.

Mir geht es in diesem Sinne darum, dass ich ebenso selbstbewusst, wie ich mich als Abendländer fühle und die Deutschland- und Bayernhymne mitsinge, die Deutschlandfahne mit Freude sehe und sage, dass ich Deutscher bin, mich schäme für das, was da Menschen Menschen, Europäer Europäern, Deutsche Deutschen angetan haben.

Echter Nationalstolz ist nur möglich, wenn wir die Schuld nicht verdrängen

Nur beides, Größe und Niederung, Stolz und Scham zusammen ist für mich – als Menschen, der immer wieder zum Bösen neigt und doch von Verzeihung und Gnade lebt – glaubwürdig.

Nur ein Körper mit Narben ist wirklich echt und daher schön. Für mich ist diese Selbsterkenntnis des einzelnen, der nach Aristoteles zoon politicon (gesellschaftliches Lebewesen) ist, auch die Basis für ein umfassenderes Denken. Das einen falschen übertriebenen und andere ausschließenden Nationalismus, der eine Superiorität welcher Hautfarbe oder „Rasse“ (?) auch immer postuliert, von einer tiefen und wehrhaften Liebe zum eigenen Vaterland, der angestammten Heimat unterscheiden kann.

Wer echten Nationalstolz bei den Deutschen wiedergewinnen will, auch um der von Antifa & Co tatsächlich schamlos instrumentalisierten Nazikeule und dem krankhaften Hass linksgrüner Kreise auf Deutschland etwas entgegen zu setzen, aber gleichzeitig die dunklen Stellen unserer Geschichte ausblenden und verstecken möchte, wird erbärmlich scheitern.

Statt die Feinde unserer offenen Gesellschaft und Demokratie zu bekämpfen, füttert er sie wider willen. Und nimmt die Gefahr in Kauf, dass der neue Faschismus, getarnt als Antifaschismus – erneut mit ähnlichen Opfergruppen – wieder Oberwasser gewinnen könnte. Nie wieder!

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Warum ich Papst Benedikt XVI „reuigen Herzens“ um Verzeihung gebeten habe

(David Berger) Mein neues Buch über Leben und Denken des hl. Thomas von Aquin ist „Papst Benedikt reuigen Herzens gewidmet“. Viele der Leser haben mir mit der Frage geschrieben, was es mit dieser sehr speziellen Widmung auf sich habe. Daher hier noch einmal ein Text, den ich im August 2016 verfasst habe.

widmung david berger papst

Anlässlich der Veröffentlichung eines Interviewbuches mit Papst Benedikt XVI. durch Peter Seewald hatte mich im August 2016 ein Journalist einer großen Zeitung vor einigen Tagen angefragt, ob ich „mein Outing von Papst Benedikt XVI“, das ich damals „im ZDF und Stern-TV im Sommer 2012 gewagt habe“, nicht in einem umfangreicheren Interview wiederholen möchte.

Ich habe ihm – ohne nur eine Sekunde zu überlegen – eine klare Absage erteilt. Warum?

Auf zweifelhafte Gerüchte und eine fatale Ideologie gestützt

Zum einen war das, was ich damals beim ZDF von mir gab, kein echtes „Outing“. Ich hatte immer wieder betont, dass ich nicht weiß, was in den Schlafzimmern von Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI vorgehe, sogar in einem Nebensatz angemerkt, dass ich davon ausgehe, dass der Papst gar keinen Sex hatte bzw. das Zölibat streng eingehalten hat.

Aber eben fatalerweise auch über Gerüchte gesprochen, die im Vatikan kursierten, in der Zeit als ich für den Vatikan tätig war. Und mich daneben auf zweifelhafte Theorien gestützt, nach denen Männer, die sich kritisch zur Gay-Szene äußern, angeblich häufig ungeoutet schwul sind und damit große psychische Probleme haben.

Italienische Zeitungen greifen die dummen Aussagen begierig auf

Die diesbezügliche Aussage ergab sich in den Vorgesprächen mit den jeweiligen Redakteuren der TV-Sendungen, die mich danach fragten. Und dann sehr schnell feststellten: „Das ist ja ein heißes Ding“.

In den weiteren Vorgesprächen fiel dann die Aussage: „In den Einspielerfilm können wir das nicht hineinnehmen, aber das Gespräch in der Sendung ist live – da passt das perfekt hin. Das kann dann keiner mehr verhindern.“

Die Zeitungen, vor allem in Italien, haben meine nur halb verstandenen Aussagen dennoch begierig aufgegriffen und daraus Schlagzeilen gemacht.

Inzwischen ist  mir bekannt, dass Benedikt diese Aussagen erreichten und ihm schweren Schmerz zugefügt haben. Zugleich weiß ich um seine hohe Sensibilität, auch dass er mir zuvor mehrmals über sein Umfeld schätzende Worte zu meinem theologischen Arbeiten hat ausrichten lassen.

Wie ein undankbarer, untreuer Sohn

Nach den Jahren, die inzwischen vergangen sind, komme ich mir immer mehr wie ein undankbarer, untreuer Sohn vor. Und es tut es mir leid, dass ich das Gesagte nicht mehr einfangen und zurückholen kann. Dass ich nur mit zerknirschtem Herzen und gesenktem Haupt sagen kann, dass mir meine Worte von damals aufrichtig leid tun.

Gerade vor dem Hintergrund der Tragödie des derzeitigen Pontifikates von Papst Franziskus, der das Papstamt schwer beschädigt, die Kirche unter seinen immer neuen dogmatischen Deviationen schwer leiden lässt, die Welt mit seinem zeitgeistigen Islam-Appeasement in einen gefährlichen Irrweg treibt, erscheint Papst Benedikt XVI als die große Lichtgestalt auf dem Petersthron. Als der Papst einer Catholica, die noch um ihre Tradition und Identität weiß.

Als der authentische Repräsentant einer Catholica, die jenes Herz Europas ist, das sie so dringend bräuchte, um über der derzeitigen Völkerwanderung und damit verbundenen Islamisierung nicht in ihrem Kulturrelativismus zusammenzubrechen.

Heiliger Vater, ich bitte Sie aufrecht und mit zerknirschtem Herzen um Entschuldigung!

Er ist der Papst, der durch seine Gelehrsamkeit, seine liturgischen Reformen im Sinne der traditionellen Liturgie und die Milde, die er ausstrahlte, zeigen konnte: Die katholische Kirche ist tatsächlich der die Zeiten und Moden überdauernde Hort des Wahren, Schönen und Guten.

Mich dagegen haben bei der „Outing“-Sache Zeitgeistigkeit, menschliche Schwäche und falscher Ehrgeiz verbunden mit Eitelkeit geleitet: In diesem Sinne, heiliger Vater, Papst Benedikt XVI, bitte ich Sie aufrecht und mit zerknirschtem Herzen um Entschuldigung!

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Postscriptum:

Die Kritik an Franziskus wird in dem Text nur am Rande erwähnt, da der Kontrast zwischen den beiden Pontifikaten mir erst die Größe Benedikts immer mehr bewusst gemacht hat.

Und  die kritisch angemerkten Punkte sind keine Fisimatenten von mir. Ein Journalist wie Alexander Kissler, der kaum im Ruf steht ein Kirchenkritiker zu sein, hat zu einer Kritik finden müssen, die noch tragischer vernichtend  ist als das von mir hier Gesagte: „Wie der Papst seiner Kirche schadet“

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(c) Foto: By Rvin88 (Own work) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Journalist: „Liebe Kollegen, auch an Euren Händen klebt Blut!“

(Nobel & Frei) Der Blogger und Aktivist David Berger (Blog: Philosophia Perennis) sprach zu Beginn des ersten Berliner Frauenmarsches:

„Ich möchte nicht in einem Land leben wo Frauen zuerst aus Angst auf ihre kurzen Röcke verzichten, dann ein Kopftuch aufsetzen und irgendwann neben ihrem Mann herlaufen müssen, in einer toten schwarzen Burka verhüllt, weil sie sonst Opfer für diese Übergriffe sind und als Schlampen für bestimmte Bevölkerungsteile gelten.“

Für das Teilen dieses Videos aus Facebook wurde Berger 4 Wochen gesperrt, das Video auf Facebook gelöscht.

Sachsen und Brandenburg: Wird die AfD zur neuen Volkspartei?

Dass die AfD gestern bei den Landtagswahlen die größten Gewinne einfahren konnte, ist unbestritten, der Jubel dort erst einmal sehr verständlich. Dennoch könnten die nun anstehenden Regierungsbildungen in Brandenburg, besonders aber in Sachsen den gesellschaftlichen Frieden weiter zerstören und der Entwicklung der AfD enorm schaden. Ein Kommentar von David Berger

Auch wenn sie in keinem der beiden Bundesländer stärkste Kraft wurde, konnten die Wahlergebnisse Alice Weidel gestern Abend zu dem Ausruf motivieren: „Wir sind Volkspartei!. Zudem kann man feststellen: Die Sachsen haben Schwarz-Blau und damit die konservativ-bürgerliche Wende für ihr Land gewählt.

Das klingt natürlich erst mal gut. Dennoch werden diese Wahlergebnisse – nach derzeitigem Stand – weder in Brandenburg noch in Sachsen zu einer Regierungsbeteiligung der AfD führen. Selbst in Sachsen, wo die Regierungsbildung schwerer als in Brandenburg wird und wo man mit einer „bürgerlichen Koalition“ aus CDU und AfD eine Regierung der CDU zusammen mit SPD und den Grünen verhindern könnte, herrscht eine enorme Angst vor einer Koalition mit der AfD. Oder besser gesagt, vor den Reaktionen aus ganz Deutschland auf dieses Experiment.

Mit x-beliebigen Koalitionen eine Regierungsbeteiligung der AfD verhindern

Auch hier gilt die Devise: Was unsere Wähler wollen und was für unser Land am besten wäre, ist erst einmal zweitrangig, wichtigstes Ziel ist es mit x-beliebigen Koalitionen eine Regierungsbeteiligung der AfD zu verhindern. Dass die Sachsen eine schwarz-blaue Wende wollen, interessiert nicht. Stattdessen wird man ihnen wohl eine stark linksgrün beeinflusste Regierung vorsetzen.

Dass diese Koalitionen zu einer Art „Einheitspartei Deutschlands“ führen werden und gleichzeitig den Wählern, die immer öfter eine grundlegende Politikwende in Deutschland fordern, klar macht, dass diese nur mit einer extrem starken AfD gelingen wird, nimmt man in Kauf für das augenblickliche Gefühl zu den Guten in Deutschland zu gehören.

Kurzum: Dass man eine Regierungsbeteiligung der AfD mit allen legalen und teilweise justiziablen Mitteln (Sachsen: begrenzte Zahl der Listenkandidaten!) verhindern will, wird sie zahlenmäßig umso stärker machen.

Das Bild der „Schmuddelkinder“, mit denen keiner spielen will, erhalten

Zugleich könnte die Verweigerungshaltung von Kretschmer & Co, die die AfD nicht in die Regierungsverantwortung nehmen will, zu einer weiteren Stärkung der „Fundis“ innerhalb der Partei führen. Und damit die in den letzten Monaten auch von wichtigen AfD-Politikern immer wieder angesprochenen Gefahr eines Abrutschens der Partei in die sektenhafte, neurechte Sezession im Stile einer Sayn-Wittgenstein, eines Compact-Magazins oder von Schnellroda weiter vorantreiben.

Erneut drängt sich hier also der Eindruck auf, dass nicht nur neurechten Kreisen, den Mainstreammedien und Kahane & Co, sondern auch den Altparteien ein starker „Flügel“ Höckescher Prägung wie gerufen kommt, da er den bürgerlichen Wählern die Hoffnung auf eine konservative Wende mithilfe der Werte-Union und der AfD gründlich vermiest, weitere Gelder für den „Kampf gegen Rechts“ fließen lässt. Und das eigene „Nazi“-Geschrei dem durchschnittlichen, von den öffentlich-rechtlichen Medien erzogenen Wähler ansatzweise verständlich macht. Wie diese Propaganda funktioniert, hat Alice Weidel gestern gut im Gespräch mit einem ntv-Journalisten aufgezeigt (hier).

So kann man das Bild von den „Schmuddelkindern“ im politischen Sandkasten der Bundesrepublik fleißig weiter kultivieren.

Alice Weidel mit David BergerKurzum: So schön die Vorstellung von der AfD als einer neuen Volkspartei ist, so unwahrscheinlich ist es, dass sie sich verfestigt. Auch Politikerinnen wie Weidel fehlt es nicht selten an Klugheit und Sensibilität, die notwendig wären, damit die AfD zu eben jener Volkspartei wird.

Machen wir uns nichts vor: Der Leidensdruck derer, die „schon länger hier sind“, wird erst einmal weiter steigen, die AfD sich stärker an den „Fundis“ orientieren, so dass die Rede der sich immer mehr in linksgrünen Ideologien verstrickenden Altparteien von der AfD als „Nazi“-Partei zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden könnte.

Das böse Spiel wird weitergehen

Das alles mit der Folge, dass die Verwerfungen innerhalb der ohnehin politisch extrem aufgeheizten deutschen Gesellschaft schlimmer werden, die Kluft zwischen den „Guten“ und „Bösen“ immer größer, der gesellschaftliche Friede immer brüchiger. In Sachsen könnte man zeigen, dass einem dieses Land und seine Menschen, dieser gesellschaftliche Friede wichtiger ist, als die eigene, vom spalterischen System Merkel vorgegebene Parteidoktrin.

Mit einer solch schwachen und stets verunsichert wirkenden Figur wie Michael Kretschmer an der Spitze scheint dies aber kaum möglich. Das böse Spiel in Deutschland wird also weitergehen.

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Erika Steinbach und David Berger: Das sind die Fakten

(David Berger) Im Zusammenhang mit meinem Austritt aus dem Kuratorium der AfD-nahen Desiderius Erasmus-Stiftung sind zahlreiche, zum Teil ganz bewusst von interessierter Seite provozierte Fehlinformationen in Umlauf. Daher soll im folgenden noch einmal dokumentiert werden, was genau geschah.

Für alle, die nicht die gesamte Dokumentation lesen wollen, eine kurze Zusammenfassung:

Es gab keinerlei persönliche Differenzen zwischen Frau Steinbach und mir. Die mit einem früheren Zusammentreffen bei Anne Will deutlich gewordenen damaligen inhaltlichen Differenzen zwischen der ehemaligen Unions-Politikerin und mir haben nie dazu geführt, dass wir auf der menschlichen Ebene Probleme miteinander gehabt hätten.

Der Konflikt verlief auf rein sachlicher Ebene: Frau Steinbach hat mich als Journalisten der freien Medien ins Kuratorium der Stiftung berufen. Im Frühjahr 2019 begann sie, wohl unter dem Druck einflussreicher Kräfte innerhalb der AfD, mir mit Ausschluss aus dem Kuratorium zu drohen, sollte ich meine kritische Berichterstattung zu dem rechten Narrensaum der Partei nicht einstellen. Ab diesem Zeitpunkt gebot es mein Verständnis von journalistischem Ethos, die Stiftung sofort zu verlassen.

Meine journalistische Freiheit habe ich mir erkämpft, indem ich sogar schwere finanzielle Verluste hinnahm und meine persönliche Sicherheit empfindlich gefährdete – da lag es doch nahe, dass ich sie nicht für ein „Linsengericht“ der Kuratoriumsmitgliedschaft verschachere.

Erstes Zusammentreffen bei Anne Will

Zum ersten mal traf ich mit Erika Steinbach hier zusammen:

Das persönliche Gespräch mit Erika Steinbach im Anschluss an die TV-Sendung verlief schon damals taktvoll und freundlich. Die Vorwürfe, Frau Steinbach sei homophob fand ich ab diesem Zeitpunkt bereits nicht zutreffend.

Erstes PP-Interview mit Erika Steinbach

Am 15. Januar 2017 erklärte Erika Steinbach unter heftigem Protest ihren Austritt aus der CDU. Das wirkte wie ein Aufschrei in der deutschen Politik: Gilt die Bundestagsabgeordnete aus Hessen doch spätestens seitdem Angela Merkel angefangen hat, die CDU umzubauen, als eine der profiliertesten Christdemokratinnen und medienstarke, themensetzende Politikerin der Union. Ihr Austritt hat natürlich eine vielfältige und längere Geschichte.

Ein Teil dieser Geschichte ist ein Interviewtermin, den ich bei Steinbach am 24. November 2016 noch in ihrem Bundestagsbüro hatte.  Bereits damals kündigte Steinbach indirekt ihren Austritt aus der Union an. Wir hielten aber das Interview so lange zurück, dass sie dies zunächst in den großen Medien machen konnte. Kurz danach erschien dann das Interview mit Steinbach auf meinem Blog.

Berufung ins Kuratorium der AfD-Stiftung

Am 20. März 2018 schrieb meine ehemalige Mitarbeiterin bei Philosophia Perennis:

Die AfD-nahe Stiftung, gegründet im März 2015, wird seit  Anfang des Monats von der langjährigen, ehemaligen CDU Politikerin Erika Steinbach geleitet. Namenspatron der Stiftung ist Erasmus von Rotterdam, der -so die Stiftung- „Vordenker des europäischen Humanismus, Anwalt des freien Wortes, Vorkämpfer der Toleranz, und ein Gegner der Dogmatik“ gewesen sei und dessen „Andenken und Erbe“ man sich verpflichtet fühle.

Das Kuratorium, eine beratende Instanz der Stiftung, hat nunmehr eine Reihe von Persönlichkeiten berufen. Wir freuen uns besonders über die einstimmig erfolgte Berufung von Dr. David Berger zum Kurator.

*

Danach verlief die Zusammenarbeit sowohl mit Frau Steinbach und Prof. Max Otte völlig reibungsfrei. Bis mich dann im Frühjahr 2019 gleich zweimal Mails von Frau Steinbach erreichten, in denen sie mich zunächst entscheiden freundlich, dann drohend unfreundlich aufforderte, meine kritische Berichterstattung zur AfD einzustellen.

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Sofortiger Austritt aus dem Kuratorium der Stiftung

Am 29. Juni 2019 ging folgende Mitteilung an Erika Steinbach und Max Otte: Hiermit trete ich mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Kurator der Desiderius-Erasmus-Stiftung zurück. Seit etwa 14 Tagen versucht die Präsidentin der Stiftung, Dr. Erika Steinbach, in ungebührlicher Weise Druck auf meine journalistische Tätigkeit auszuüben.

Und zwar erstaunlicherweise sobald ich problematische Tendenzen am extrem rechten Rande der AfD (Björn Höcke, Wolfgang Gedeon, Doris von Sayn-Wittgenstein usw.) und bei der vom Verfassungsschutz überwachten „Identitären Bewegung“ und den „Neurechten“ von „Schnellroda“ sowie die gefährliche Hetze und Hassreden im Zusammenhang mit dem Mord an Regierungspräsident Lübcke auf meinem Blog kritisiere.

Sollte Frau Steinbach hier die Gesamtstimmung in der AfD wiedergeben, wäre das eine große Enttäuschung für mich, da ich bislang immer angenommen hatte, dass die AfD in ihrer großen Mehrheit vielmehr eine liberal-konservative als eine neurechte Partei ist. Eine Partei, die immer wieder mehr Unabhängigkeit und Freiheit für die Presse fordert.

Unter diesen Umständen kann ich die Mitgliedschaft im Kuratorium der Stiftung nicht länger weder mit meinem Gewissen als liberal-konservativer Demokrat, noch mit meiner Tätigkeit als Journalist und Publizist, der für Presse- und Meinungsfreiheit kämpft, vereinbaren.

Die Mitarbeit im Kuratorium der Stiftung war, insbesondere aufgrund der Zusammenarbeit mit den dort engagierten Persönlichkeiten, eine Zeit an die ich gerne zurück denken werde. Ich wünsche der Desiderius-Erasmus-Stiftung alles erdenklich Gute auf dem Weg in die Zukunft.

Berlin, am 29. Juni 2019, Dr. David Berger

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„Intellektuell parfümierte Nazis“ und die AfD

Daraufhin antwortete Erika Steinbach in einer kurzen Mail, sie sei „maßlos erstaunt“, dass ich diesen Weg gegangen sei. Nicht nur sie habe den Eindruck gewonnen, dass ich „in jüngster Zeit in nicht nachvollziehbarer Art pauschale Rundumschläge mit in weiten Teilen nicht zutreffenden Behauptungen nicht nur einmal, sondern vielfach vom Stapel gelassen“ habe.

Überdies beschuldigte sie mich tatsächlich, ich hätte die AfD „als Nazis“ bezeichnet. Vermutlich hatte sie von dem Ausdruck „intellektuell parfümierte Nazis“ gehört, den ich sehr treffenderweise für die Kreise von Schnellroda (Kubitschek, Lichtmeß und Co) geprägt habe und dann in Freudscher Fehlleistung den Höcke-Vordenker Kubitschek mit der ganzen AfD gleichgesetzt.

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Darauf folgte dann dieser Replik:

Journalistische Unabhängigkeit, so viel vorweg, ist das Wichtigste für Philosophia Perennis. Wir haben in der Vergangenheit uns nur an unseren offen gelegten Werten orientiert und keinen Gefälligkeitsjournalismus betrieben. In der Position sind wir mit unserer aktuellen Kritik exakt da, wo wir vorher waren. Dass versucht wird, uns in kampagnenartiger Form eine „Wende“ zu unterstellen, ist sachlich falsch und wird nicht erfolgreich sein.
Wer an unserer Position zum rechten Rand Neues zu entdecken glaubt, sollte bitte einen der folgenden Artikel lesen:
Reichsbürger
Poggenburg
JF vs. Hoecke
Die Position von Philosophia Perennis ist um keinen Millimeter verändert worden. Es kamen allerdings neue Erkenntnisse hinzu, die –nicht nur bei uns- neue Bewertungen erzwingen.
Dass wir, ebenso wie unsere Kollegen, das erst bewerten wollen und zwar in Ruhe, sollte man David Berger zugestehen.
Nachdem mehrere Mails den Rückzug von David Berger aus dem Kuratorium der Desiderius Erasmus Stiftung unausweichlich machten, wenn nicht der Anschein einer Kompromittierung der journalistischen Unabhängigkeit Raum gegeben werden sollte, gab es eine Antwort von Erika Steinbach, zu der Dr. David Berger wie folgt Stellung nimmt:

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Wie nahe steht Frau Steinbach den AfD-Spaltern Sayn-Wittgenstein und Höcke?

Sehr geehrte Frau Steinbach,

ich muss gestehen, dass ich über Ihre beiden Mails auch sehr erstaunt war. Beide Male haben Sie mich aufgefordert, Kritik an der AfD zu unterlassen. In beiden Fällen hatte ich jedoch zuvor keine pauschale Kritik an der Partei geübt. Ich bin bei den Presseleuten der AfD als einer der wenigen Publizisten dafür bekannt, dass ich mit der AfD fair umgehe und sich mein Blog aufgrund dessen den Ruf eingehandelt hat, von der AfD finanziert zu sein.

Ich weiß nicht, wie das bei den anderen Blogs ist, aber wir haben nie irgendwelche Gelder der AfD angenommen. Im Gegenteil, es sogar immer abgelehnt, bezahlte Werbung der AfD bei uns zu platzieren. Was wir allerdings immer gemacht haben: Wir haben problematische Tendenzen, wie bei allen anderen Parteien, so auch bei der AfD aufgezeigt. Etwa als deren härteste Anhänger eine Satire zur Bundestagswahl („Kartoffelsuppe“) nicht verstanden, als André Poggenburg eine unsägliche Rede vor Pegida-Anhängern gehalten hatte, zum Buch von Björn Höcke, wo wir uns der „Jungen Freiheit“ angeschlossen haben oder eben zu den Aktionen von Frau von Sayn-Wittgenstein. Sie schreiben mir zu, ich würde:

„Einen erheblichen Teil der AfD rundweg als Antisemiten und Homophobe zu bezeichnen, widerspricht ganz einfach der Realität. So wie es der Realität widerspricht, die AfD als Nazis zu bezeichnen, wie es die gängigen Medien beständig tun, von denen Sie sich ja unterscheiden wollen.“

Dies ist schlicht eine lügenhafte Unterstellung, zu der sie keine Belege finden werden.
Die einzige Erklärung für diese Behauptung scheint mir, dass Ihnen dies wohl von bestimmten Kreisen mit bestimmten Absichten zugetragen wurde und Sie das übernommen haben, ohne selbst zu prüfen. So wie mit Ihnen oft umgegangen wurde, gehen Sie nun mit anderen um.

Kurzum: diese Kritik an problematischen Tendenzen in der AfD, bei der mir wohl auch Frau von Storch, Jörg Meuthen oder Alice Weidel unter drei zustimmen würden, spielte in meiner ganzen Arbeit nur eine kleine Nebenrolle. Was sich aufgrund einer Hetzkampagne gegen meine Person und mein Privatleben allerdings kurzzeitig ausgeweitet hatte, war die Kontroverse mit den sektenhaften Kreisen rund um „Schnellroda“ und die Identitäre Bewegung. Diese haben dabei die Masken fallen lassen.

Und damit meine ich gar nicht die persönlichen Angriffe unter der Gürtellinie. Wie etwa auf der Seite der „Sezession“ schon vor längerer Zeit der Vorwurf, ich hätte Sex mit meinem Hund. Sie haben, nachdem Ihr Mann verstarb, sich auch einen Hund angeschafft: ich weiß nicht, wie Sie sich bei solchen Angriffen fühlen würden. Diese Art von böswilligen Angriffen bin ich inzwischen reichlich gewöhnt.

Nein, ich meine die offenen antisemitischen Ausfälle auf Twitter (wir haben ein ganzes Expose mit solchen – geschrieben von dem wichtigsten Vordenker von Schnellroda und der IB, Martin Lichtmesz, erstellt) sowie der von Kubitschek gegen Michael Stürzenberger, andere verdiente Islamkritiker wie Imad Karim und auch mich erhobene Vorwurf, wir seien „islamophob“ (so wörtlich!).

Dass Sie nun auf den Trick bestimmter Kreise hereingefallen sind, diese Kritik zu einer an der ganzen AfD umzuinterpretieren, finde ich sehr enttäuschend. Vermutlich lag es an Ihrer mangelhaften Information und dass Sie blind Kreisen vertraut haben, die sie als nützlich für den nach wie vor äußerst schwierigen Zustand der „Stiftung“ halten. Dies war nicht die erste Mail, die in die besagte Richtung ging. Als Sie dann aber meine journalistische Arbeit als „undifferenziert Amoklaufen“ bezeichneten und ergänzten, ich müsse mich jetzt „mäßigen“, da sich die „Stiftung sonst von mir trennen müsse“, war ein Punkt erreicht, an dem ich wusste, dass in jeder Minute, die ich länger unter diesen Umständen im Kuratorium verweile, ich mein Ideal freier Medien und eines nicht gleichgeschalteten Journalismus verrate.

Nizza, 01. Juli 2019 Dr. David Berger

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Erika Steinbach bricht jeden Kontakt ab

(Patrizia von Berlin) Frau Steinbach schreibt „Ihre Freiheit als Journalist steht außer Frage“. Das ist kein Dementi des Versuchs einer Einflussnahme auf die Berichterstattung durch Philosophia Perennis. Es ist eine allgemeine Floskel ohne inhaltlichen Zusammenhang.

Die Mails und das Handeln von Frau Steinbach lassen mehrere Fragen offen:

  • Aufgrund welcher Informationen sind die Vorwürfe gegen David Berger, er würde „einen „erheblichen Teil der AfD rundweg als Antisemiten und Homophobe“ bezeichnen entstanden?
  • Warum wurden eventuelle Vorwürfe nicht zunächst im vertraulichen Gespräch mit Dr. Berger abgeklärt?
  • Haben eine oder mehrere Personen bei Frau Steinbach interveniert oder ist sie bereit das auszuschließen?

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Update 7. Juli 2019:

1.) Frau Steinbach hat bis heute nicht auf die Fragen geantwortet.

2.) Für alle, die manche in letzter Zeit auf meinem Blog erschienene Artikel nicht verstanden haben: Wir haben nur vor dem gewarnt, was jetzt der Bundesvorstand der AfD mit großer Sorge feststellt:

„AfD-Vorstand fürchtet rechtsextremistische „Unterwanderung“ AfD-Chef Meuthen appelliert laut einem Bericht dafür, Rechtsextreme aus der Partei auszuschließen. Als Beispiel nennt er Doris von Sayn-Wittgenstein“ (so die ZEIT) –

Gut, dass Meuthen nicht im Kuratorium der Desiderius Erasmus Stiftung sitzt, sonst müsste ihm Frau Steinbach auch mit dem Ausschluss drohen, wenn er nicht den Mund hält …

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Während der Präsident des Kuratoriums Prof. Otte sehr viel Verständnis für meinen Schritt zeigte, muss es wohl in dieser Zeit soweit gewesen sein, dass mich Frau Steinbach auch auf Facebook entfreundet und dort sowie auf Twitter sogar gesperrt hat, was mich ob seiner Infantilität zu einer etwas ironischen Reaktion brachte:

Meinungs- und Pressefreiheit: „Es wird immer schwieriger in Deutschland“

(Der Pivatinvestor) David Berger ist einer der erfolgreichsten Blogger, Autoren und Journalisten in den alternativen Medien. Mit Philosophia Perennis erreicht er mehr als 3 Mio. Leser im Monat. Doch die Zugriffszahlen sind zuletzt etwas gesunken. Die zunehmenden Zensurmaßnahmen zeigen Wirkung.

Wie alle anderen im neuen News-Universum der sozialen Medien schlägt sich David Berger mit wachsender Unterdrückung freier Rede herum. In diesem Gespräch schildert er das Meinungsklima in Deutschland, insbesondere den Kampf der politischen Elite und der Mainstream-Medien gegen Kritik am Berliner Parteienkartell.

„Meinungsfreiheit scheint ja nur für die zu gelten, die im System Merkel mitschwimmen“, sagt er in diesem Interview, das während des 1. Freie-Medien-Kongresses auf Einladung der AfD am 11. Mai in Berlin aufgezeichnet wurde. Berger berichtet, wie der Besucherverkehr auf seinem Blog gezielt gedrosselt wird und dass der Zustrom von Facebook und Twitter „ganz kräftig eingebrochen“ ist.

Laut Berger ist „da geschraubt worden.“ So viel Intoleranz wie derzeit habe es lange nicht mehr gegeben: „Das ist frühe Neuzeit, spätes Mittelalter in der katholischen Kirche, was da passiert.“

Mit Blick auf das umstrittene NetzDG und seine Durchsetzung sieht der Theologe, Blogger und Publizist wegen des Einsatzes freier Unternehmen bei der Beseitigung unliebsamer Webseiten und Kommentare „eine Paralleljustiz von der Kahane-Stiftung bis hin zu „Correctiv.“

Am Werk sei eine internationale Fake-News-Gesellschaft, was bedeute, dass hier kein rein deutsches Problem vorliegt, sondern ein weltweites. „Das ist nicht nur der kleine Heiko Maas, der da wütend aufstampft und sagt: das darf nicht sein, dass die mich kritisieren, sondern es ist weltweit eine Tendenz, die sich ausbreitet gegen Meinungsfreiheit vorzugehen und eine Gesinnungsdiktatur einzuführen.“

Das Interview ist gespickt mit brisanten Beispielen und Klartext zum Kampf gegen die Meinungsfreiheit in unserem Land …

Viertel Million Euro Strafe drohen: Gericht untersagt der „taz“ Lüge über David Berger zu verbreiten

(David Berger) Vor wenigen Tagen bekam die linke Tageszeitung „taz“in Berlin Besuch von einem Gerichtsvollzieher, der ihr eine einstweilige Verfügung des Landgerichts München überreichte, die der Zeitung bei der Androhung von bis zu einer viertel Million Euro Ordnungsgeld untersagt, weiterhin eine Lüge über mich zu verbreiten, die mich in die Nähe von Holocaustleugnern und Antisemiten rücken sollte.

Im Zusammenhang mit der Wut der Mainstreammedien darüber, dass der WDR ein einstündiges Interview mit mir produziert und trotz eines linken Shitstorms ausgestrahlt hatte, hatte die „taz“ am 24. Januar 2019 über mich geschrieben:

„Berger erhielt 2015 die Kündigung [beim Männer-Magazin], als er zum 70. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung einen Holocaust-relativierenden Text über die Plattform seines Verlags verbreitete.“

„taz“ hatte Fakenews schon zum zweiten mal verbreitet

Ein eindeutige Lüge, die die taz bereits schon einmal vor Jahren in die Welt gesetzt und damals nach einem Anruf meinerseits korrigiert hatte. Damals setze ich noch auf die Einsicht der dort Arbeitenden.

Nachdem die taz in einem Artikel ihres Mitarbeiters Peter Weissenburger nun diese Falschaussage – wohl wider besseres Wissen – erneut veröffentlicht hatte, blieb mir kein anderer Weg, als dem Blatt über meinen Rechtsanwalt eine Unterlassungsaufforderung zukommen zu lassen.

Zwar löschte die taz online die Falschaussage, unterließ es aber die geforderte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.

Unterlassungsanspruch mit gerichtlicher Hilfe durchgesetzt

Dadurch sahen mein Rechtsanwalt und ich die Ansprüche in der Angelegenheit nicht hinreichend erfüllt. Hatte sich die „taz“ eben nicht, wie gefordert, strafbewehrt zur künftigen Unterlassung verpflichtet.

Nur hierdurch entfällt die Wiederholungsgefahr für künftige gleichartige Verletzungshandlungen, von der man in diesem Fall offensichtlich besonders auszugehen hat. So sahen wir keinen anderen gangbaren Weg als meinen Unterlassungsanspruch mit gerichtlicher Hilfe durchzusetzen.

„taz“ muss die gesamten Kosten des Verfahrens tragen

Ende Februar hat nun das Landgericht München eine einstweilige Verfügung gegen die taz erlassen. Darin untersagt das Gericht der taz bei einer Androhung von einem Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro oder einer Ordnungshaft bis zu sechs Monaten erneut die oben zitierte Aussage, mit der ich in die Nähe von Holocaustleugnern und Antisemiten gerückt werden soll, zu wiederholen. Die taz hat die gesamten Kosten des Verfahrens zu tragen.

In einem Fax hat die „taz“ gestern, am letzten Tag der ihr zur Verfügung stehenden 14-Tagesfrist eine Abschlusserklärung abgegeben und die einstweilige Verfügung des Landgerichts München I als endgültige Regelung in der Sache anerkannt.

Schubladenfrei – Vita David Berger

Liberal und konservativ, homosexuell und Kultur-Katholik, Menschenrechtsaktivist und traditioneller Theologe. Von den Extremisten auf der Rechten wie der Linken gehasst.

Im Privatleben wechselnd exzessiver Hedonist in bacchantischem Dschungel und dann wieder voll Sehnsucht nach der Apollinischen Klarheit. Ein Sünder, der zu den/m Heiligen aufschaut.

Schizophren? Ein Felix Krull?

Vielleicht auch. Den Schubladen entsprungen verunsichernd, provozierend und dadurch hoffentlich fruchtbare Debatten auslösend.

„Fecisti nos ad te, domine, et inquietum est cor nostrum donec requiescat in te“ (Augustin) 

Geboren am 8. März 1968 in Würzburg. Aufgewachsen in verschiedenen süddeutschen Städten. Gymnasium und Internat bei den Benediktinern der Abtei Münsterschwarzach.

1989 Abitur. Im selben Jahr lernt er im November seinen Lebenspartner kennen, mit dem er bis heute zusammenlebt.

Studium der Philosophie, Theologie und Germanistik in Würzburg, Köln, Dortmund und Lublin (Polen). Promotion in Philosophie an der Universität Dortmund. An der katholischen Universität Lublin Habilitation im Fach Dogmatik

Ab 1995 regelmäßiger Autor für „Die Tagespost“, wissenschaftliche Fachzeitschriften („Angelicum“, „Gregorianum“, „Divinitas“, „Antonianum“, „Trierer Theologische Zeitschrift“, „Neue Ordnung“ u.v.a) und Lexikonprojekte (BBKL).

Bis 2017 zahlreiche wissenschaftliche Monographien zu Thomas von Aquin und der mittelalterlichen Philosophie (u.a. bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft u.a. Fachverlagen)

1998 Promotion zum Dr. phil. bei Prof. Thomas Ruster mit einer Arbeit zu „Natur und Gnade“

2000-2012 Gymnasiallehrer in Erftstadt (Ville-Gymnasium)

2003 Professor an der Päpstlichen Akademie des hl. Thomas von Aquin im Vatikan sowie Chefredakteur der katholischen Monatsschrift „Theologisches“

2004 Vizepräsident der Deutschen Thomas-Gesellschaft, Herausgeber des Jahrbuchs „Doctor Angelicus“.

2005 Habilitation in systematischer Theologie (Dr. habil. theol.) an der Universität Lublinund Aufnahme in den Ritterorden von Jasna Gora

2009 Lektor der Vatikanischen Glaubenskongregation

April 2010 aufsehenerregendes Outing in der Frankfurter Rundschau.

Juni 2010 Entlassung aus der Päpstlichen Thomasakademie.

November 2010 erscheint sein autobiographischer Bestseller „Der heilige Schein“ (7 Auflagen, 2 TB-Aufl.) – Hier die dokumentarische Verfilmung zentraler Themen des Buches:

Mai 2011 Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis durch Kardinal Meisner von Köln.

Ab Oktober 2012 Koordination  der Kampagne „Stoppt kreuz.net“ im Auftrag des Bruno Gmünder Verlags von Berlin aus.

Ab Mai 2013 Chefredakteur von Deutschlands größtem schwulen Livestylemagazin „Männer“.  Im Februar 2014 wird er wegen angeblicher Islamophobie als Chefredakteur entlassen.

Gastbeiträge u.a. für die „Zeit“, „Cicero“, „Vice“, „Junge Freiheit“, „Frankfurter Rundschau“ und Kölner Stadtanzeiger. Interviews mit ARD und ZDF, dem „Spiegel“, Spiegel-TV usw.

Seit Januar 2014 lebt und arbeitet er abwechselnd in Berlin, Köln, Würzburg und Nizza (Südfrankreich).

Juni 2016 Start des Blogs „Philosophia Perennis“, der pro Monat durchschnittlich 2 Mio Klicks verzeichnet.

Seit März 2018 Mitglied im Kuratorium der Desiderius-Erasmus-Stiftung. Juli 2019 freiwilliger Austritt aus dem Kuratorium, da man ihm eine kritische Berichterstattung über den extrem rechten Rand der AfD untersagen wollte.

Im Juli 2019 erscheint sein Buch „Thomas von Aquin – Leuchtturm des Abendlandes“.