Meinungs- und Pressefreiheit: „Es wird immer schwieriger in Deutschland“

(Der Pivatinvestor) David Berger ist einer der erfolgreichsten Blogger, Autoren und Journalisten in den alternativen Medien. Mit Philosophia Perennis erreicht er mehr als 3 Mio. Leser im Monat. Doch die Zugriffszahlen sind zuletzt etwas gesunken. Die zunehmenden Zensurmaßnahmen zeigen Wirkung.

Wie alle anderen im neuen News-Universum der sozialen Medien schlägt sich David Berger mit wachsender Unterdrückung freier Rede herum. In diesem Gespräch schildert er das Meinungsklima in Deutschland, insbesondere den Kampf der politischen Elite und der Mainstream-Medien gegen Kritik am Berliner Parteienkartell.

„Meinungsfreiheit scheint ja nur für die zu gelten, die im System Merkel mitschwimmen“, sagt er in diesem Interview, das während des 1. Freie-Medien-Kongresses auf Einladung der AfD am 11. Mai in Berlin aufgezeichnet wurde. Berger berichtet, wie der Besucherverkehr auf seinem Blog gezielt gedrosselt wird und dass der Zustrom von Facebook und Twitter „ganz kräftig eingebrochen“ ist.

Laut Berger ist „da geschraubt worden.“ So viel Intoleranz wie derzeit habe es lange nicht mehr gegeben: „Das ist frühe Neuzeit, spätes Mittelalter in der katholischen Kirche, was da passiert.“

Mit Blick auf das umstrittene NetzDG und seine Durchsetzung sieht der Theologe, Blogger und Publizist wegen des Einsatzes freier Unternehmen bei der Beseitigung unliebsamer Webseiten und Kommentare „eine Paralleljustiz von der Kahane-Stiftung bis hin zu „Correctiv.“

Am Werk sei eine internationale Fake-News-Gesellschaft, was bedeute, dass hier kein rein deutsches Problem vorliegt, sondern ein weltweites. „Das ist nicht nur der kleine Heiko Maas, der da wütend aufstampft und sagt: das darf nicht sein, dass die mich kritisieren, sondern es ist weltweit eine Tendenz, die sich ausbreitet gegen Meinungsfreiheit vorzugehen und eine Gesinnungsdiktatur einzuführen.“

Das Interview ist gespickt mit brisanten Beispielen und Klartext zum Kampf gegen die Meinungsfreiheit in unserem Land …

Viertel Million Euro Strafe drohen: Gericht untersagt der „taz“ Lüge über David Berger zu verbreiten

(David Berger) Vor wenigen Tagen bekam die linke Tageszeitung „taz“in Berlin Besuch von einem Gerichtsvollzieher, der ihr eine einstweilige Verfügung des Landgerichts München überreichte, die der Zeitung bei der Androhung von bis zu einer viertel Million Euro Ordnungsgeld untersagt, weiterhin eine Lüge über mich zu verbreiten, die mich in die Nähe von Holocaustleugnern und Antisemiten rücken sollte.

Im Zusammenhang mit der Wut der Mainstreammedien darüber, dass der WDR ein einstündiges Interview mit mir produziert und trotz eines linken Shitstorms ausgestrahlt hatte, hatte die „taz“ am 24. Januar 2019 über mich geschrieben:

„Berger erhielt 2015 die Kündigung [beim Männer-Magazin], als er zum 70. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung einen Holocaust-relativierenden Text über die Plattform seines Verlags verbreitete.“

„taz“ hatte Fakenews schon zum zweiten mal verbreitet

Ein eindeutige Lüge, die die taz bereits schon einmal vor Jahren in die Welt gesetzt und damals nach einem Anruf meinerseits korrigiert hatte. Damals setze ich noch auf die Einsicht der dort Arbeitenden.

Nachdem die taz in einem Artikel ihres Mitarbeiters Peter Weissenburger nun diese Falschaussage – wohl wider besseres Wissen – erneut veröffentlicht hatte, blieb mir kein anderer Weg, als dem Blatt über meinen Rechtsanwalt eine Unterlassungsaufforderung zukommen zu lassen.

Zwar löschte die taz online die Falschaussage, unterließ es aber die geforderte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.

Unterlassungsanspruch mit gerichtlicher Hilfe durchgesetzt

Dadurch sahen mein Rechtsanwalt und ich die Ansprüche in der Angelegenheit nicht hinreichend erfüllt. Hatte sich die „taz“ eben nicht, wie gefordert, strafbewehrt zur künftigen Unterlassung verpflichtet.

Nur hierdurch entfällt die Wiederholungsgefahr für künftige gleichartige Verletzungshandlungen, von der man in diesem Fall offensichtlich besonders auszugehen hat. So sahen wir keinen anderen gangbaren Weg als meinen Unterlassungsanspruch mit gerichtlicher Hilfe durchzusetzen.

„taz“ muss die gesamten Kosten des Verfahrens tragen

Ende Februar hat nun das Landgericht München eine einstweilige Verfügung gegen die taz erlassen. Darin untersagt das Gericht der taz bei einer Androhung von einem Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro oder einer Ordnungshaft bis zu sechs Monaten erneut die oben zitierte Aussage, mit der ich in die Nähe von Holocaustleugnern und Antisemiten gerückt werden soll, zu wiederholen. Die taz hat die gesamten Kosten des Verfahrens zu tragen.

In einem Fax hat die „taz“ gestern, am letzten Tag der ihr zur Verfügung stehenden 14-Tagesfrist eine Abschlusserklärung abgegeben und die einstweilige Verfügung des Landgerichts München I als endgültige Regelung in der Sache anerkannt.

Bergerphobie: Wie alles begann…

(David Berger) Das PP-Foto der Woche ist ein Screenshot aus einem alten Heft des „Männer“-Magazins, dessen Chefredakteur ich knapp zwei Jahre lang war. Bis ich mit Pauken und Trompeten rausgeworfen wurde. Warum? Ich hatte mich gegenüber dem letzten Herausgeber des Magazins geweigert, zur Gefahr, die die Islamisierung für homosexuelle Männer darstellt in Zukunft kein Wort mehr – weder privat noch beruflich – zu sagen.

Heute vor 6 Jahren erschien der Auftakt zu dieser Episode in meinem Leben. Ab diesem Zeitpunkt galt für mich: „Ich darf nicht länger schweigen!“ Auch wenn mir dann sehr schnell klar wurde, dass man mich mit allen nur möglichen Mitteln zum Schweigen bringen wollte und will.

1009231_603534489669223_540792859_o

„Islamisten, die Homosexuelle von Dächern werfen“

In der „Zeit“ schrieb ich dazu vor einiger Zeit anlässlich von Beschimpfungen Augsteins gegen meine Person, die der „Spiegel“ wenige Jahre zuvor nach als wichtigen Kirchenkritiker gefeiert hatte:

„Tatsächlich ist die heiße Liebe einiger Journalisten zu mir erkaltet, und bei Augstein findet sich auch ein Hinweis, warum. Er kritisiert, dass in meinem Blog die Rede sei von „Islamisten, die Homosexuelle von Dächern werfen“. In der Tat. Ich habe irgendwann begonnen, die Homophobie nicht nur im Christentum, sondern auch im Islam scharf zu geißeln. Das war der Wendepunkt. Nun erntete ich Kritik von links und avancierte vom aufklärerischen Vorzeige-Homo zum islamophoben Rechten.

Vom Vater mit Benzin übergossen, der ihn unter dem Ruf „Allahu Akbar“ anzünden wollte

Auch das kam unerwartet. Im Sommer 2013 war ich Chefredakteur des Schwulenmagazins Männer geworden, im Sommer 2014 kamen dann immer mehr Nachrichten von der Hinrichtung schwuler Männer durch den „Islamischen Staat“. Damals suchte mich auch Nasser X. auf, ein 17-jähriger Libanese aus Neukölln (Foto l.). Er berichtete mir, wie er von seiner Schwester zwangsgeoutet und vom Vater mit Benzin übergossen wurde, der ihn unter dem Ruf „Allahu Akbar“ anzünden wollte. Nasser entkam. Und mir wurde klar: Homophobie im real existierenden Islam konnte noch gefährlicher sein als in meiner Kirche heute. Ich schrieb eine Reportage über Nasser. Doch allen Zeitungen, denen ich sie anbot, war sie entweder zu heikel, oder sie verlangten, dass ich das Wort „Islam“ streiche.

Letzteres setzte sich fort: Bei Interviews, die ich zu Religion und Homosexualität gab, wurden oft meine Aussagen über den Islam gestrichen. Das Signal: Solange ich über Homophobie in der Kirche urteilte, war ich ein gern gesehener Experte. Sonst nicht. So nahm ich 2016 das Angebot von Jürgen Elsässer an, im Magazin Compact über die Verdrängung des muslimischen Homo-Hasses zu schreiben. Dass ich damit zur Persona non grata würde, war mir egal. Ich wollte falsche, diskurstötende Tabus nicht akzeptieren.“

Bergerphobie: Hass wird immer wieder neu befeuert

Der immer wieder neu durch LGBT-Aktivisten seither geschürte Hass auf meine Person hat sich zu einer regelrechten Bergerphobie ausgeweitet und erreichte seinen vorläufigen Höhepunkt, als zu Beginn dieses Jahres ein Schlüsselroman erschien, in dem man leicht Parallelen von meiner Person zu der fiktiven Person des Romans erkennen kann, deren brutale Hinrichtung durch Steinigung genüsslich und in den buntesten Farben geschildert wird (Kopf zertrümmert, Leichenteile liegen im Park verstreut usw.). Wohl um damit die Hassgefühle einer bestimmten Personengruppe zu befriedigen und gleichzeitig anzuheizen.

„Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin ist die Zahl der eingeleiteten Verfahren mit LGBTI-Bezug seit 2015 kontinuierlich gestiegen. Gab es 2015 noch 97 Verfahren, waren es 2018 insgesamt 261.“ (Die „Welt“)

Zu dem ganzen Vorgang nur eine aktuelle Nachricht aus der Welt, die bestätigt, was wir seit Bestehen von PP berichten:

„Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin ist die Zahl der eingeleiteten Verfahren mit LGBTI-Bezug seit 2015 kontinuierlich gestiegen. Gab es 2015 noch 97 Verfahren, waren es 2018 insgesamt 261.“

Wir alle wissen genau, welches Ereignis das Jahr 2015 prägte und welche Folgen es im Hinblick auf die Islamisierung hatte. Und doch hält sich in der beschriebenen Subkultur eisern das Dogma, dass ein Islamkritiker gefährlicher ist als alle Islamisten in Berlin zusammen genommen. Kranke linksgrüne Welt!

***

Sie wollen meine Arbeit unterstützen? Dann ist das hier möglich:

PAYPAL

… oder auf Klassische Weise per Überweisung:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: PP

David Berger gefährlich: Beim WDR gibt’s das Interview mit ihm nur mit Warnhinweis

Während sich der Programmchef von WDR 5 gleichsam bei seinen Zuhörern für die Ausstrahlung des Interviews mit mir entschuldigt und Besserung gelobt hat, hat der WDR auch das Interview, das heute Abend ausgestrahlt wird, online gestellt.

Davor allerdings ein Warnhinweis, nicht dass ein Zuhörer den Gast noch irgendwie nett finden könnte…

Sie können es hier hören:

 

Schubladenfrei – Vita David Berger

Liberal und konservativ, homosexuell und Kultur-Katholik, Menschenrechtsaktivist und traditioneller Theologe. Von den Extremisten auf der Rechten wie der Linken gehasst.

Im Privatleben wechselnd exzessiver Hedonist in bacchantischem Dschungel und dann wieder voll Sehnsucht nach der Apollinischen Klarheit. Ein Sünder, der zu den/m Heiligen aufschaut.

Schizophren? Ein Felix Krull?

Vielleicht auch. Den Schubladen entsprungen verunsichernd, provozierend und dadurch hoffentlich fruchtbare Debatten auslösend.

„Fecisti nos ad te, domine, et inquietum est cor nostrum donec requiescat in te“ (Augustin) 

Geboren am 8. März 1968 in Würzburg. Aufgewachsen in verschiedenen süddeutschen Städten. Gymnasium und Internat bei den Benediktinern der Abtei Münsterschwarzach.

1989 Abitur. Im selben Jahr lernt er im November seinen Lebenspartner kennen, mit dem er bis heute zusammenlebt.

Studium der Philosophie, Theologie und Germanistik in Würzburg, Köln, Dortmund und Lublin (Polen). Promotion in Philosophie an der Universität Dortmund. An der katholischen Universität Lublin Habilitation im Fach Dogmatik

Ab 1995 regelmäßiger Autor für „Die Tagespost“, wissenschaftliche Fachzeitschriften („Angelicum“, „Gregorianum“, „Divinitas“, „Antonianum“, „Trierer Theologische Zeitschrift“, „Neue Ordnung“ u.v.a) und Lexikonprojekte (BBKL).

Bis 2017 zahlreiche wissenschaftliche Monographien zu Thomas von Aquin und der mittelalterlichen Philosophie (u.a. bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft u.a. Fachverlagen)

1998 Promotion zum Dr. phil. bei Prof. Thomas Ruster mit einer Arbeit zu „Natur und Gnade“

2000-2012 Gymnasiallehrer in Erftstadt (Ville-Gymnasium)

2003 Professor an der Päpstlichen Akademie des hl. Thomas von Aquin im Vatikan sowie Chefredakteur der katholischen Monatsschrift „Theologisches“

2004 Vizepräsident der Deutschen Thomas-Gesellschaft, Herausgeber des Jahrbuchs „Doctor Angelicus“.

2005 Habilitation in systematischer Theologie (Dr. habil. theol.) an der Universität Lublinund Aufnahme in den Ritterorden von Jasna Gora

2009 Lektor der Vatikanischen Glaubenskongregation

April 2010 aufsehenerregendes Outing in der Frankfurter Rundschau.

Juni 2010 Entlassung aus der Päpstlichen Thomasakademie.

November 2010 erscheint sein autobiographischer Bestseller „Der heilige Schein“ (7 Auflagen, 2 TB-Aufl.) – Hier die dokumentarische Verfilmung zentraler Themen des Buches:

Mai 2011 Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis durch Kardinal Meisner von Köln.

Ab Oktober 2012 Koordination  der Kampagne „Stoppt kreuz.net“ im Auftrag des Bruno Gmünder Verlags von Berlin aus.

Ab Mai 2013 Chefredakteur von Deutschlands größtem schwulen Livestylemagazin „Männer“.  Im Februar 2014 wird er wegen angeblicher Islamophobie als Chefredakteur entlassen.

Gastbeiträge u.a. für die „Zeit“, „Cicero“, „Vice“, „Junge Freiheit“, „Frankfurter Rundschau“ und Kölner Stadtanzeiger. Interviews mit ARD und ZDF, dem „Spiegel“, Spiegel-TV usw.

Seit Januar 2014 lebt und arbeitet er abwechselnd in Berlin, Köln, Würzburg und Nizza (Südfrankreich).

Juni 2016 Start des Blogs „Philosophia Perennis“, der pro Monat durchschnittlich 2 Mio Klicks verzeichnet.

Seit März 2018 Mitglied im Kuratorium der Desiderius-Erasmus-Stiftung. Juli 2019 freiwilliger Austritt aus dem Kuratorium, da man ihm eine kritische Berichterstattung über den extrem rechten Rand der AfD untersagen wollte.

Im Juli 2019 erscheint sein Buch „Thomas von Aquin – Leuchtturm des Abendlandes“.