Vertane Chance: Zur Kinopremiere des neuen Films über Papst Benedikt XVI.

(David Berger) Gestern hatte ein neuer Film über Papst Benedikt XVI, der unter dem Titel „Verteidiger des Glaubens“ Ende des Monats in die Kinos kommt, in Berlin seine Kimopremiere. Leider schreibt er nur die üblichen Stereotype fort, reduziert das Pontifikat weitgehend auf den Missbrauchsskandal und erweist sich am Ende als einzige vertane Chance.

Eine der vielen Vorpremieren des neuen Films des Regisseurs Christoph Röhl fand gestern in Berlin im Cinema Paris am Kurfürstendamm statt, diesmal die Kinopremiere.

Gezeigt wurde in Berlin erstmals der Film „Verteidiger des Glaubens“, der den Menschen, Kleriker und Papst Josef Ratzinger / Benedikt XVI. den Zuschauern näher bringen will und ab Ende des Monats deutschlandweit in den Kinos läuft.

Laienkatholik Thomas Sternberg begeistert

Als Ehrengast mit geladen war auch der Präsident des umstrittenen Zentralkomitees der Katholiken Sternberg, der in der anschließenden Diskussion in seiner Begeisterung für den Film überhaupt nicht zu bremsen war.

Um es gleich für die ganz Frommen vorwegzunehmen: Der Film ist frei von heftigen Provokationen, scheint wie gemacht für das Ü 60-Publikum des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der den Film finanziell gefördert hat. Erregungsgefahr geht von ihm weder in die eine noch in die andere Richtung aus.

Alte Stereotype gegenüber der traditionellen Catholica fortgeschrieben

Er gibt im Grund genommen nur – freilich mit teilweise sehr interessanten Archivbildern – wieder, was in den deutschen Mainstreammedien seit 2010 über Benedikt XVI. zu lesen war. Und so verwundert es auch nicht, dass hier wie dort fast ausschließlich Menschen zu Wort kommen, die Ratzinger bzw. Papst Benedikt und die Kirche, für die er steht, soft (Wolfgang Beinert) bis hart kritisieren.

Ein Ausnahme macht hier ein Interview mit Msgr. Gänswein, der in dem Film immer mal wieder mit einem klugen Statement auftaucht. Auch dass der Blick auf das ganze Pontifikat vom Missbrauchsskandal geprägt ist, dürfte für die Leser von taz und „Zeit“ kaum verwunderlich sein. Was Röhl nicht zu verübeln ist, da er das Thema offensichtlich – wenn man seine übrigen Filme ansieht – zu seinem Lebensthema gemacht zu haben scheint.

Ist die traditionelle Catholica die Ursache für den Missbrauchsskandal?

Oder um die Botschaft des Filmes kurz zusammenfassen: Papst Benedikt steht für die vor-konziliare Kirche der Ordnung, die aber zugleich unmenschlich war und nur mit der Angst vor der Hölle arbeitete. Anfangs sei er ganz vernünftig gewesen bis er aus lauter Schock über die Studentenunruhen in den 68-er Jahren eine komplette Kehrtwende gemacht habe und zum erzkonservativen Inquisitor und dann später zum tragischen Papst geworden sei. Wenn es eine Sache gibt, die man dem Film nicht vorwerfen kann, dann ist es übergroße Differenziertheit und das Wahrnehmen von Grautönen.

Denn diese vor-konziliare Konzeption von Kirche mit ihrem Bild des ehemaligen Priesters sei die Hauptschuldige für das Verbrechen des Missbrauchs von schutzbefohlenen Kindern und Jugendlichen. An dieser Stelle wird dann noch der Bruder des Papstes und die (kaum sexuelle, aber nicht minder schlimme physische) Gewalt gegen einige Mitglieder der Regensburger Sängerknaben thematisiert. Und gegen Ende mit dem Hinweis auf die Einführung der Homoehe in Irland das Thema des Missbrauchs auch noch mit dem der Homosexualität verknüpft. Sodass am Ende das Bild eines Papstes entsteht, der wider Willen enorme Schuld am Missbrauch tausender Kinde rund Jugendlicher in der katholischen Kirche hat.

Fehlender theologischer Hintergund und kaum Wissen über den Vatikan

Wie falsch das angesichts der rabiaten und enorm mutigen Maßnahmen Papst Benedikts XVI. gegen Pater Marcial Maciel (Legionäre Christi) ist, zu denen sich sein Vorgänger nicht durchringen konnte, wurde nirgends deutlich. Dafür umso deutlicher, wie sehr man mit dem Katholizismus wenig vertraute Menschen triggern kann. Das zeigte die anschließende Diskussion unter den ausgewählten Besuchern der Premiere: Da wurde etwa gefragt, warum in Deutschland Priester, die sich des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht haben, grundsätzlich nicht vor ein normales Gericht gestellt werden dürfen. Oder Sternberg wurde dazu aufgefordert, an Ort und Stelle und dann öffentlich vor der katholischen Kirche als „krimineller Vereinigung“ zu warnen.

Aber nicht nur dieses stereotype Bild, das vermutlich auch den öffentlich-rechtlichen Geldgebern des Filmes geschuldet ist, fiel negativ aus. Insgesamt hatte man den Eindruck, dass hier Insiderwissen, besonders theologisch fundiertes, praktisch nicht vorhanden ist: So etwa, wenn die legendäre Fronleichnamsprozession auf der Via Merulana in Rom als Bildmaterial zu dem Mexiko-Besuch von Papst Benedikt XVI. gezeigt wurde. Oder „Modernism“ in der Aussage eines Kirchenkritikers und Dominikaners als „Moderne“ übersetzt wurde.

Wo waren Michael Hesemann oder Peter Seewald?

Auf meine Frage, ob Röhl denn nur Aussteiger aus den Legionären und den Kirchenvolksbegehrern Nahestehende zu einem Interview bereit waren bzw. warum er  keinen Protagonisten für seinen Film gefunden habe, der sich ausschließlich positiv über Benedikt äußern könnte (aus dem Opus Dei, von seinen vielen anderen Schülern bis hin zur Generation Benedikt oder einen Michael Hesemann bzw. Peter Seewald), antwortete Röhl ausweichend und Herr Sternberg hielt stattdessen eine längere Laudatio auf das (durch mich angegriffen gefühlte) Laientum in der Kirche und die Sonderstellung des Priesters.

In der Diskussion erzählte dann der Regisseur, dass ihm Gänswein, der von dem Interview mit Röhl angetan gewesen sein soll, ihm sogar den Vorschlag gemacht hat, Benedikt selbst zu interviewen. Das habe Röhl aber halb im Trubel vergessen, halb absichtlich nicht getan, weil er ja einen Film über Benedikt drehen wollte, nicht mit ihm…

Nicht nur in diesem Detail, insgesamt entstand am Ende der Eindruck einer großen verpassten Chance: Finanzielle Mittel, tolle Archivmaterialen, ein spannendes Thema, zu dem wir bislang nur mit von Vorurteilen gegen die Tradition der Catholica gesättigten Berichten gefüttert wurden. Daraus hätte ein epochaler Film entstehen können. Stattdessen: eine Neuauflage all dessen, was wir ohnehin schon wissen, aufgehübscht mit schönen Bildern und eingängigen Melodien, die aber auch mit der Person Benedikts (dem „Mozart unter den Theologen“) nichts zu tun haben. Schade!

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Katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“ publiziert großes Portrait über David Berger

„Leuchtturm des Abendlandes“: Warum David Berger statt Tagespolitik wieder auf Thomas von Aquin setzt. Eine Momentaufnahme  Von Stefan Meetschen“ – so der Einleitungstext zu einem, in der aktuellen traditionsreichen katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ erschienenen Portrait über meine Person, das hier kurz vorgestellt werde soll.

Meetschen, der von Warschau nach Berlin gekommen war, um das Hintergrundinterview mit mir zu führen, beginnt: „Kader-Theologe des Vatikans, Chefredakteur einer Zeitschrift für Homosexuelle, Polit-Aktivist rechts von der Mitte oder von dort, wo früher die Mitte war – für David Berger waren die vergangenen Jahre gepflastert mit beruflichen Eruptionen. Dabei knallte er mit seinem Skandal-Buch „Der heilige Schein“, das zu seiner Entlassung aus dem kirchlichen Dienst führte, und durch sein darauf folgendes Verhalten in der Öffentlichkeit vielen katholischen Persönlichkeiten verletzend und zum Teil ehrabschneidend und unwahr vor den Bug. Wahr ist aber auch: einiges von dem hochexplosiven Stoff, den Berger damals enthüllte, mittlerweile durch prominente Kleriker-Affären und Opfer-Klagen bestätigt worden. Sodom, Gomorrha, Rom – Berger hatte die Nase vorn und das Wissen, wo es in der Catholica am intensivsten stinkt.“

Midlife-Krise, Läuterung?

Und weitert: „Umso mehr kann man sich wundern, dass der Publizist ausgerechnet jetzt, da der kirchliche Sündenpfuhl die Menschen schier über jede Belastungsgrenze hinaus schockiert, mit der Neuauflage eines Buches an die Öffentlichkeit tritt, das schon vom Titel her, „Thomas von Aquin. Leuchtturm des Abendlandes“, versöhnlich klingt. Versöhnlich katholisch. Was steckt dahinter? Midlife-Krise, Läuterung?

Bei der Begegnung im Stammhaus des „Café Einstein“ in Berlin gibt Berger zu, dass er sich in den vergangenen Jahren bei der Betreibung seines Blogs „Philosophia Perennis“ immer mehr von der eigentlichen Intention der Website entfernt habe. „Ich habe mich bei der journalistischen Arbeit immer mehr in Tagesfragen verloren. Dabei wollte ich mit der Website eigentlich die aktuellen Probleme vor einem philosophischen Hintergrund beleuchten.“

Im Unterschied zu Politik & Co ist der Katholizismus ein Paradies der Humanität

Und auch am Schluss trifft Meetschen m.E. meine Situation und den Umgang der katholischen Kirche mit Menschen, die in keine Schublade passen, ganz gut, wenn er v.a. mit Zitaten aus unserem Interview schließt:

„Berger: ‚Ich möchte zeigen, wie unglaublich human der Katholizismus ist. Ich möchte den Leuten klar machen, dass das christliche Menschenbild dem Menschen gerecht wird.‘ Als er die Kirche kritisiert habe, hätten ihn die Linken zur Galionsfigur erkoren, dann jedoch zur Hassfigur. Bei der Kirche seien die Versöhnung, die Buße und die Rückkehr stets möglich gewesen. Der Weg zum Beichtstuhl stehe einem stets offen.„Das gibt es nur im Bereich der übernatürlichen Gnade. In keiner Partei.“

Besonders stolz ist David Berger, dass eine Managerin, die keinen Bezug zum Glauben habe und das Thomas von Aquin-Buch gelesen hat, durch das neue Buch neugierig geworden sei auf den Katholizismus. Das katholische Denkgebäude. Weshalb man sein neu aufgelegtes Buch auch nicht vorschnell als PR-Trick abkanzeln sollte. Manchmal greift der Gründer der Kirche auf unvollkommene Werkzeuge zurück. Eigentlich fast immer.“

Der gesamte Beitrag enthält weitere zahlreiche Information zu der Arbeit bei „philosophia perennis“, er beantwortet u.a die Fragen, ob jetzt nicht der geeignete Zeitpunkt gekommen wäre, den seit Kindertag gehegten Wunsch, Priester zu werden, endlich zu erfüllen, und wie es mit PP weitergehen wird.

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Der gesamte Artikel kann für Nichtabonnenten im E-Paper nachgelesen werden: Die Tagespost. Gleichzeitig einen gute Chance, die Zeitung kennen zu lernen, die einen exzellenten Politik- und Kulturteil hat und aktuelle Fragen (wie in dieser Ausgabe die Islamisierung Europas) überhaupt deutlich anders als die Mainstreampresse aufarbeitet.

Er ist jetzt auch auf der Online-Seite der Tagespost verfügbar: Der Zerrissene –
„Leuchtturm des Abendlandes“: Warum David Berger statt Tagespolitik wieder auf Thomas von Aquin setzt. Eine Momentaufnahme.

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7. Oktober: Sieg der Katholiken über die Muslime bei der Seeschlacht von Lepanto 1571

(David Berger) Am 7. Oktober feiert die katholische Welt den Sieg über die Muslime bei der Seeschlacht von Lepanto im Jahr 1571. Der Legende nach geht er auf die wunderbare Wirkung des Rosenkranzgebetes zurück. 

In letzter Zeit wird dem Christentum immer wieder der Vorwurf gemacht, es sei so brav friedvoll und naiv konstruiert, dass es gegenüber den Dschihad-Islam immer den kürzeren ziehen müsse. Ganz gewagt wird dann sogar der Vorwurf erhoben, die christliche Verankerung Europas sei mitschuld an der Islamisierung unserer Lebensräume.

HOUELLEBECQ: WIEDERENTDECKUNG DES KATHOLIZISMUS ALS EINZIGE CHANCE GEGEN DIE ISLAMISIERUNG

Angesichts der Geschichte des christlichen Abendlandes und dem damit untrennbaren Katholizismus ein schlicht ungerechter Vorwurf, der nur den derzeitigen desaströsen Ist-Zustand der Institution „katholische Kirche“ unter Papst Franziskus zusammen mit ihrer völlig verfehlten Interpretation des Neuen Testaments in den Blick nimmt.

Eine Interpretation, die nichts weiß von großen Männern wie Marco de Aviano … Und nicht in Rechnung stellt, dass die Geschichte des abendländischen Katholizismus auch eine des dauernden Kampfes gegen die islamisierung Europas ist.

Ganz anders da der bekannte französische Romancier Michel Houellebecq, der in der bemerkenswerten Wiederkehr des traditionellen Katholizismus in Frankreich die einzige Chance sieht, der Islamisierung Paroli zu bieten.

LEPANTO UND PETERWARDEIN

Am heutigen 7. Oktober erinnert die Kirche mit dem Rosenkranzfest an gleich zwei Sternstunden dieses Kampfes: Die legendäre Seeschlacht von Lepanto (vor Patras in Griechenland), in der die zahlenmäßig völlig überlegenen muslimischen Truppen von den katholischen Flotten unter der Führung des Juan de Austria besiegt wurden. Und den Sieg der kaiserlichen Truppen unter Prinz Eugen von Syoyen in Oeterwardein in Ungarn.

Schlacht von Belgrad

„Das Rosenkranzfest wurde von Papst Pius V. (Papst 1566–1572) als Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Siege gestiftet, der damit seinen Dank für den Sieg der christlichen Flotte in der Seeschlacht von Lepanto 1571 ausdrücken wollte. Es wurde am ersten Sonntag im Oktober begangen. Schon 1573 wurde es von Papst Gregor XIII. in Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz umbenannt.

Im Jahre 1716, nach dem Sieg der kaiserlichen Truppen unter dem Kommando des Prinzen Eugen von Savoyen, einem der bedeutendsten Feldherren des Habsburgerreiches, über das osmanische Reich in der Schlacht von Peterwardein in Ungarn, nahm man das Fest in den Römischen Kalender auf. Im Jahr 1913 legte man es auf den 7. Oktober fest.“ – so Wikipedia

AKTUELLER DENN JE

Wie sehr das Fest und seine Bedeutung auch für unsere Tage zumindest bestimmten Kreisen bewusst ist, zeigt, dass sich auch heute wieder Angehörige der an der Schlacht beteiligten Adelsfamilien, Fürsten und Prinzen, besonders derer von Colonna, aus ganz Europa im zum Vatikan gehörenden Palazzo della Cancelleria in der Altstadt von Rom treffen werden, um dieses Ereignisses zu gedenken.

lepanto-vorher-nachherGanz anders in Deutschland: In der Würzburger Augustinerkirche haben die Ordensbrüder nun das berühmte Hochaltarbild, das die Seeschlacht von Lepanto zeigte, schamhaft hinter einem modernen Gemälde versteckt. Damit unterwerfen sie sich dem Islam noch bevor sie jemand darum gebeten hätte.

Islam-Appeasement in Würzburg: Kirche versteckt Gemälde von der Seeschlacht bei Lepanto

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Domradio Köln: Konservative Katholiken sind eine „Art Krebszelle in der Kirche“

(David Berger) „Domradio“, der Multimediasender der Erzdiözese Köln hat ein Interview mit einem ZDF-Journalisten veröffentlicht, in dem sich unwidersprochen üble Hassreden gegen konservative Katholiken finden, die nichts anderes wollen, als angesichts des umstrittenen Pontifikats von Franziskus in der „Inneren Emigration“ katholisch zu bleiben.

Kardinal Woelki hat in den letzten Monaten immer wieder neu gezeigt, welche Gefährdungen von einer Angleichung der katholischen Lehre an den säkularen Zeitgeist und ideologische Modeerscheinungen wie den Genderwahn einhergehen.

Umso erstaunlicher ist, dass sich das nicht bis zu jenem Radiosender durchgesprochen hat, dessen „Mission“ auch in seinem Namen stattfindet, dem sog. „Dom-Radio“ mit Redaktionssitz gleich neben dem Hohen Dom zu Köln.

Kardinal Woelki war begeistert von den amerikanischen Katholiken

Das zeigt sehr deutlich ein Interview mit dem langjährigen ZDFler Klaus Prömpers, das dort soeben erschienen ist. Während Kardinal Woelki nach seiner USA-Reise begeistert vom dortigen Katholizismus berichtete, der die Identität des authentisch Katholischen in den Vordergrund rückt, geht Prömpers mit diesem hart ins Gericht – und das bis zur Hassrede gegen die dortigen Katholiken.

Indem Prömpers Franziskus zum einzigen Maßstab für das, was katholisch, erhebt und gleichzeitig den „sensus fidelium“, den frommen Glaubenssinn der Katholiken missachtet, die das Islam-Appeasement und seine Aufweichung von Glaubenssätzen sowie seine Anbiederung an Politiker wie Soros oder Merkel nicht gutheißen, zeichnet er ein einseitiges Bild der konservativen Katholiken der USA.

„Ob sie wirklich wuchern wird, werden wir erleben“

Um sich dann zu der Äußerung hinreißen zu lassen: „Es ist so eine Art innere Emigration, die die konservativen Kreise in den USA teilweise betreiben. Sie leben in ihren eigenen Pfarrgemeinden ein Leben wie zu Zeiten vor dem Konzil. Die pflegen einen Umgang miteinander, der eigentlich überlebt ist und sich absondert wie eine Art Krebszelle in der Kirche. Ob sie wirklich wuchern wird, werden wir erleben.“

Der Tradition treue Katholiken, die Kardinal Woelki so begeistert haben, werden also bei Dom-Radio mit einer Krebszelle verglichen, die man nicht wuchern lassen darf.

Das ist nicht nur illoyal dem eigenen Arbeitgeber gegenüber, sondern verstößt in gröbster Weise auch gegen Takt und Anstand, mit dem Christen untereinander und in der katholischen Kirche mit Meinungen umgehen sollten, die nur die Tradition der Kirche und das Katholischsein gewahrt wissen wollen.

Diese Aussage darf auf Dom-Radio unkommentiert nicht länger so stehen bleiben.

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Vorschaufoto: © Raimond Spekking CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

„Respekt“: Erzbischof Gänswein über seine Begegnung mit David Berger

Nachdem mein Foto mit dem Privatsekretär des Papstes, Msgr. Georg Gänswein, v.a. in den USA enormen Wirbel ausgelöst hat, hat der Erzbischof auf Anfrage der US-amerikanischen katholischen Nachrichtenagentur CNA zu den in den sozialen Netzwerken kursierenden Gerüchten Stellung genommen.

Manchmal ist es erstaunlich, wie viel Wirbel ein einfaches Selfie auslösen kann. Nachdem ich vorgestern – bewusst die Privatheit des Artikels unterstreichend – hier auf PP ein Foto, das mein Partner mit Erzbischof Gänswein, dem Privatsekretär des Papstes, und mir in der Römischen U-Bahn aufgenommen hatte, veröffentlicht hatte, reagierte die im Stil und vermutlich auch organisatorisch eng mit der untergegangenen rechtsextremen Seite kreuz.net verbundene Internetseite gloria.tv sehr rasch:

Rechtsextremer Kreuz.net-Ton bei Gloria.tv

Im üblichen kreuz-net-Ton, der ein gutes Beispiel dafür ist, dass es krankhafte Homophobie und dazu gehörige neurotische Hassrede tatsächlich gibt, wurde über das Foto berichtet – nicht ohne in paranoide Verschwörungstheorien zu verfallen.

Diese haben v.a. in den USA die Runde gemacht – sodass die amerikanische Nachrichtenagentur CNA Msgr. Gänswein um eine Stellungnahme bot.

Diese ist bereits heute veröffentlicht worden. In dem einleitenden Text heißt es: „Große Aufregung in den Sozialen Medien, vor allem in den USA: Erzbischof Georg Gänswein soll auf einem „Selfie“ mit David Berger zu sehen sein. Was steckt dahinter? CNA Deutsch hat den Präfekten des Päpstlichen Haushaltes gefragt“

„Achtung und Takt“ statt Aufregung

thomas von aquinGleich eingangs weist Gänswein in dem Interview indirekt den Hassartikel von Gloria.tv zurück und betont, dass er mit Homosexuellen „keinerlei Berührungsängste habe“ – Für ihn sei der Katechismus der Kirche Richtschnur, der jeden Katholiken verpflichte, Homosexuellen mit „Achtung, Mitleid und Takt“ zu begegnen und sie nicht „in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen“.

Dass die katholische Nachrichtenagentur dabei das Wort Mitleid – sicher nicht ohne Einverständnis – im Titel ausblendet, scheint kein Zufall.

Aber irgendeine geplante Audienz oder ein bewusst gesetztes Signal aus dem Vatikan, wie die Verschwörungstheoretiker vermuteten, sei das nicht gewesen. Er werde nicht selten nach solchen Selfies gefragt. Und er ergänzt:

„Ich bin ja nicht Angela Merkel, die mit solch einem Selfie weitere Flüchtlingsströme auslösen könnte.“

Am Ende fügt Gänswein – nach all dem, was 2011 und 12 geschehen ist – versöhnlich hinzu:

„Es hat mich gefreut, dass er sich inzwischen beim Papa emerito Benedetto XVI. öffentlich für seine früheren infamen Unterstellungen entschuldigt hat und wünsche ihm eine gnadenreiche Weihnachtszeit.

Er ist wohl ein gestrauchelter Mann, aber offensichtlich sucht er auf den Pfad der Tugend und Wahrheit zurückzukehren. Wie könnte man einem solchem Bemühen anders als mit Respekt begegnen?“

Wer vatikanische Sprachgewohnheiten kennt, weiß, dass diese Antwort (mir) sehr sehr viel bedeutet.

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David Berger: „Hört auf die kirchliche Homo-Ehe zu fordern, die wir gar nicht wollen!“

Im Rahmen des „Synodalen Weges“, mit dem deutsche Berufskatholiken die Kirche modernisieren wollen, wünscht der katholische Jugendverband (BDKJ) auch die Einführung einer Art sakramentalen Homoehe. Eine nicht nur theologisch verfehlte, sondern auch völlig überflüssige, angesichts der Verfolgung Homosexueller in islamischen Ländern komplett anachronistische Forderung. Ein Kommentar von David Berger

Als eine „gute Entscheidung von DBK und ZdK“ bezeichnet der Bundesvorstand des BDKJ (Katholische Jugendverband) den „synodalen Weg“, mit dem die Berufskatholiken unsere  Kirche in eine strahlende  Zukunft führen wollen. Es soll zwar offen diskutiert werden, gleichzeitig wird jedoch darauf hingewiesen , dass die zu treffenden Entscheidungen verbindlich sein werden.

„Darüber hinaus müssen alle Gläubigen und Interessierten die Möglichkeit erhalten, sich zu beteiligen. Als Dachverband der katholischen Jugendverbände werden wir diesen Weg konsequent einfordern. Mit fünf Punkten, die uns besonders wichtig sind, möchten wir in den synodalen Weg starten.“

Neben den üblichen Phrasen zu einer stärkeren Beteiligung der Jugend, der Auflösung der Grenzen zwischen Laien und Priestern und der Gleichberechtigung aller Geschlechter, findet sich unter den fünf wichtigsten Punkten auch folgende Forderung:

BDKJ: „Segnet gleich-geschlechliche Paare!“

„3. Segnet gleichgeschlechtliche Paare!“

„Wir erwarten, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften als Liebesbeziehungen akzeptiert und respektiert werden. Dazu gehört nach unserem Verständnis die Möglichkeit einer Segnung für gleichgeschlechtliche Paare.“

der heilige scheinAls offen homosexueller Lebender  und gleichzeitig als Katholik aus ganzem Herzen, der zahlreiche Interviews, Artikel und ein Buch zum Verhältnis von katholischer Kirche und Homosexualität veröffentlicht hat, erlaube ich mir, zur Forderung des BDKJ Stellung zu nehmen.

Selbstverständlich ist es zu begrüßen, dass der BDKJ das Thema ohne Berührungsängste angeht. Beim Themenkreis Homosexualität und katholische Kirche handelt es sich keinesfalls nur um ein Thema, das der Kirche von außen aufgedrängt wurde. Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass es ein Thema ist, das weniger von der Sache als von den Umständen her betrachtet (extrem aggressiv agierende Homoaktivisten auf der einen und homophobe Katholiban auf der anderen Seite stecken das Spektrum ab) wichtig ist.

BDKJ fordert über die Köpfe homosexueller Katholiken hinweg

Umso mehr frage ich mich natürlich, woraus der BDKJ die Legitimität schöpft, für homosexuelle Männer wie mich etwas zu fordern, um das wir nicht gebeten haben. Etwas für mich und gewiss auch manch andere einzufordern, ohne vorab zu klären, ob wir das überhaupt möchten.

Und so stellt sich für mich als Katholik eine grundsätzliche Frage: Mit welcher Autorität spricht dieser Verein im Hinblick auf die Glaubens- und Sittenlehre der Catholica? Zu beiden Lehrbereichen wird die Antwort so ausfallen, dass der BDKJ seinen Punkt 3 getrost wieder einpacken kann.

Lehramtlich ist bezüglich Homosexualität alles geklärt: Der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) fordert von den Gläubigen Takt und Respekt gegenüber Homosexuellen. Das ist das maximale Zugeständnis, das die katholische Kirche im Hinblick auf die sie konstituierende Lehre machen kann. Und was nach wie so manchem strengen Katholiken immer wieder deutlich gemacht werden muss.

„Homosexuell sein ist akzidentiell, es gehört nicht wesentlich zum Menschsein“

Gänswein-BergerErgänzend sollte man zugleich mit Erzbischof Georg Gänswein (Foto l. zusammen mit dem Autor) bemerken, dass wir durch solche sekundären Diskussionen die wesentlichen Fragen des Menschseins aus dem Auge verlieren:

„Die homosexuellen Partner sind – Ehe hin, Ehe her – auch einmal alt und stehen vor dem letzten Schritt des Lebens – und dann kommt es auf die sexuelle Orientierung nicht mehr an. Krankenschwester oder homosexuell sein ist akzidentiell, es gehört nicht wesentlich zum Menschsein. Alle Homosexuellen, Geschiedene, Atheisten und so weiter werden einmal vor Gott stehen und vor seinem Gericht“,

…so Gänswein in einer Ansprache für die Mitglieder des Bundesverfassungsgerichts in Freiburg vor einigen Monaten. Kurzum: Es gibt wahrlich wichtigere Fragen als die nach Homosexualität und Kirche!

Forderung nach kirchlicher Homoehe als Zeichen der Gleichschaltung der Kirche in Deutschland

Wozu also diese Forderung nach einer Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, die doch letztendlich darauf hinauslaufen, ein Homoehe-Sakrament in der Kirche durchzuboxen, um so der Gleichschaltung der katholischen Kirche in Deutschland bis zu ihrer Unkenntlichkeit mit der gerade aktuellen Politik einen weiteren Edelstein in die schon vor vielen Jahren aufgesetzten und reichlich bunt geschmückte Vorhof-Krone zu applizieren?

Zudem soll mir keiner dieser Aktivisten erzählen, es gehe ihm doch um den Segen Gottes, den man auch homosexuellen Männern nicht verweigern dürfe. Wer diesen Segen haben möchte, bekommt ihn längst. Jeden Sonntag knien mein Partner und ich am Schluss der Messe mit den anderen Gläubigen nieder, um den Segen des Priesters zu empfangen.

Selbst in streng katholischen Gemeinden wurden wir niemals von diesem Ritus ausgeschlossen. Denn für den gläubigen Katholiken ist klar, dass uns dieser Segen´ aufgrund der Allmacht Gottes auch noch die kleinsten Ecken unseres Menschseins und damit auch unserer Beziehung zueinander erreicht…

Nein, liebe BDKJler, Euch geht es gar nicht nicht um den Segen Gottes oder um Homosexuelle!

Nein, liebe BDKJler, Euch geht es hier nicht um den Segen Gottes! Ihr missbraucht ihn und die Vermittlerrolle der Kirche – gerade im Herzen der Kirche, dem sakramentalen Leben – um Eure (kirchen-)politischen Forderungen durchzusetzen und die Kirche weiter einer säkularen Gesellschaft und einer für das Christentum in Europa verhängnisvollen Politik anzugleichen.

Wesen und Sinn des Sakramentes der Ehe scheinen Euch – so wie Ihr mich und viele andere homosexuelle Katholiken für Eure Agenda missbraucht – dabei komplett entgangen zu sein. All dies zeigt: Ihr seid vollkommen desinteressiert daran, dass zahllose von der Lehre überzeugte Katholiken nicht wollen, was Ihr in ihrem Namen einfordert.

Wenn es Euch wirklich um Homosexuelle ginge, hättet Ihr ein ganz anderes Aufgabenfeld!

Deshalb zum Schluss meine Bitte an Euch: Setzt Euch weiterhin im Sinne der christlichen Nächstenliebe für Toleranz gegenüber homosexuellen Menschen ein, besonders dort, wo sie aufgrund religiöser Verblendung nach wie vor wegen ihrer Veranlagung verfolgt oder gar mit dem Tod bedroht oder gar bestraft werden!

Aber zerstört um einer aufgezwungenen „Liebesgabe“ der Segnung Homosexueller nicht eine der Grundfesten des Katholizismus! Gerade im Interesse homosexueller Männer werden wir diesen integralen Katholizismus in einem Europa, in dem der homohassende Islam sich immer mehr verbreitet, in den kommenden Jahrzehnten noch dringend benötigen.

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Foto: ©  Kurt Löwenstein Educational Center International Team from Germany (qe07 (9)) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

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Eurabia oder Abendland?

Europa steht am Scheideweg: Wird es sich unter Politikern wie Merkel und Macron weiterhin in rasantem Tempo in Eurabia verwandeln? Oder wird es sich auf die Grundlagen des jüdisch-christlichen Abendlandes zurückbesinnen und diese wehrhaft verteidigen

Tertium non datur! Einen dritten Weg kann es nicht geben

Es geht um nichts weniger als um das Überleben des jüdisch-christlichen Abendlandes und der „Freiheit der Christenmenschen“ (Luther).

Ein ungewöhnlicher Aufruf des Chefredakteurs von „Philosophia Perennis“ aus dem niederrheinischen Marienheiligtum Kevelaer.

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„Sacra Colonia“: Ein Abend im „heiligen Köln“

kupfergasse prozession(David Berger) Mehr als tausend Gläubige haben am gestrigen Sonntagabend in einer feierlichen Lichterprozession das Gnadenbild der „Schwarzen Muttergottes“ durch die Straßen Kölns begleitet. Zuvor hatte der Kölner Kardinal Rainer M. Woelki in einer Aufsehen erregenden Predigt davor gewarnt, die Kirche dem Zeitgeist angleichen zu wollen. Eine klare Absage erteilte er den Forderungen nach einem Priestertum der Frau.

„Der Dom ist das Haupt und das Marienheiligtum in der Kölner Kupfergasse das Herz unserer Stadt“, soll der weit über die Grenzen Kölns hinaus bekannte Kölner Kardinal Josef Frings gesagt haben.

Und in der Tat ist diese Kirche und die dazugehörige Gemeinde etwas ganz Außergewöhnliches. Schon wenn man auf der Straße am Eingangstor vorbei läuft, fällt einem eine in Stein gemeißelte Botschaft auf: „Gehe nicht vorüber, ohne ein „Ave“ gesprochen zu haben“ – und zahllose Gläubige haben in den letzten Jahrhunderten diese Botschaft befolgt. Zu jeder Stunde des Tages sind die Bänke vor dem Gnadenbild der „Schwarzen Muttergottes“ dicht mit stillen Betern gefüllt, hunderte an Opferkerzen brennen rund um die Gnadenkapelle.

Den Blick ganz auf Gott, auf das Heilige gerichtet

Bis dann wieder einer der zahlreichen, feierlichen Gottesdienste im großen Kirchenraum beginnt, der selbst an ganz normalen Wochentagen gut gefüllt ist. Vor dem Beichtstuhl warten Gläubige, um dort ihre Sünden zu beichten, am überdimensionalen Altar wird ausschließlich „ad Deum“ (oder mit dem Rücken zum Volk und dem Blick zu Gott) zelebriert, der Priester umgeben von einer großen Schar ausschließlich männlicher Ministranten.

Der Orgel gelingt es fast nie die zahllosen Kehlen zu übertrumpfen, die voller Inbrunst die gregorianischen Gesänge auf Latein ebenso mitsingen wie viele traditionelle Kirchenlieder oder die bekannte Schubertmesse.

Multikultureller als jede Antifa-Demo gegen „Rassismus“

Wer nun vorurteilsbeladen eine Gemeinde aus „alten weißen Cis-Männern“ erwartet hätte, sieht sich schnell getäuscht. Keine linksextreme Demo gegen „Rassismus“ dürfte ein solch mutlikulturelles Publikum vorzuweisen haben, wie es sich hier tagtäglich einfindet:

woelki kupfergasse altarAfrikanische und pakistanische Männer und Frauen, Paare, Familien, indische Nonnen und Christen aus arabischen Ländern, die vor der dortigen Christenverfolgung geflohen sind; alte Kölner Damen und junge Studenten, Künstler der Domstadt und kinderreiche Familien aus dem Umland zeigen hier, dass Multikulturalität nicht gleichgeschaltete Monokultur bedeuten muss, sondern innerhalb des übergreifenden Rahmens des Katholizismus tatsächlich eine enorme Bereicherung darstellen kann.

All das war gestern Abend besonders intensiv erlebbar. Die nur einen kurzen Fußweg vom Kölner Dom entfernte Kirche war schon eine Stunde bevor das Pontifikalamt zum Fest Mariä Geburt und zum Abschluss der feierlichen Wallfahrtsoktav begann, maßlos überfüllt, sodass die den Rosenkranz betenden und singenden Gläubigen dicht gedrängt auch den Innenhof vor der Kirche und die Gänge des Kirchenschiffs füllten. Und so einen reibungsfreien Einzug des Zelebranten Kardinal Woelki und der zahlreichen Ministranten und assistierenden Geistlichen zu einer fast sportlichen Herausforderung werden ließen.

Die Kirche: Christus gehorsam, nicht dem Zeitgeist!

Über eine gute Stunde hielten die Gläubigen im Stehen und Knien auf dem Steinboden der Kirche während des in lateinischer Sprache zelebrierten Hochamtes aus. Als Kardinal Woelki predigte, war die Stimmung so konzentriert, dass man selbst innerhalb der Menschenmenge eine Stecknadel hätte fallen hören. Und das nicht von ungefähr:

Für viele Gläubige war es das erste mal, dass sie einen “neuen Woelki“ erlebten: Kein Wort über die Tagespolitik, stattdessen eine tiefsinnige Betrachtung über die Gottesmutter und Jungfrau Maria: Ihren Gehorsam und das Wunder der göttlichen Gnade, das diesen Gehorsam erst ermöglichte. Über das nicht von Menschen Machbare, das Geschenkte. Die Tatsache, dass Gott sich uns, wie Maria im Augenblick ihrer Empfängnis schenken will, wir ihm unser Herz wie Maria offen halten sollen.

In diesem Sinne stellte er Maria den Gläubigen als das „Urbild der Kirche“ vor Augen, einer Kirche, die sich nicht selbst erfinden kann, sondern wie Maria ihrem Herrn gegenüber gehorsam zu sein hat: „Siehe ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach Deinem Wort!“

Die katholische Kirche kann kein Priestertum der Frau einführen

Daher erübrigten sich alle Versuche, die Kirche an die „Moderne“, an unsere Wünsche anzupassen, wie das viele derzeit gerade in Deutschland versuchten. In diesem Zusammenhang positionierte sich der Kardinal unmissverständlich und klar gegen das Priesteramt für Frauen:

Papst Johannes Paul II habe dieses endgültig und mit der Kraft seiner päpstlichen Unfehlbarkeit für unmöglich erklärt. Nicht weil es ihm nicht ins Konzept passte, sondern weil die Kirche hier schlicht auf Christus selbst hören muss. Ein Priestertum der Frau wird es in der katholischen Kirche nie geben! Non possumus!

Die Kirche müsse hier wieder unmissverständlich Klartext reden, auch wenn es nicht immer leicht und für viele Ohren schwer erträglich sei. Das gelte auch dort, wo es um die Einzigartigkeit der Catholica geht.

Die sakramental verfasste katholische Kirche kann eben nicht auf eine Stufe mit den kirchlichen Gemeinschaften“ der Protestanten gestellt werden.

Christen in Deutschland müssen wieder lernen in den Widerstand zu gehen

Überhaupt sollten die Christen wieder stärker lernen, in den Widerstand auch gegen gefährliche Tendenzen in der Gesellschaft zu gehen. Dass kurz danach um den Erhalt des christlichen Abendlandes gebetet wurde, war sicher kein Zufall. Und den Gläubigen fiel der unmissverständliche Kontrast zu machen früheren Äußerungen des Kardinals überdeutlich und wohltuend ins Auge.

So konnte es auch der bei den Gläubigen besonders beliebte Pfarrer des Marienheiligtums, Msgr. Thomas Vollmer, nicht lassen, sich kurz vor dem Schlusslied am Ende der Feierlichkeiten vor dem Portal der Kirche ausdrücklich bei Kardinal Woelki für seine klaren Worte, die den Gläubigen aus dem Herzen gesprochen haben, herzlich zu bedanken.

Eindrucksvolles Lebenszeichen des christlichen Abendlandes

Im Anschluss an das Pontifikalamt wurde das Gnadenbild in einer feierlichen Lichterprozession durch die Straßen der Kölner Innenstadt getragen.

Die Zahl der Gläubigen, die daran teilnahmen, erhöhte sich hier noch einmal deutlich, sodass gut tausend Gläubige auf den Straßen Kölns ein eindrucksvolles Zeichen des Glaubens und für ein christliches Abendland setzen konnten. „Das ist das heilige Köln“ rief mir nach den Feierlichkeiten eine Kollegin und PP-Leserin begeistert zu.

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Die gefährliche Rede vom „Schuldkult“ der Deutschen

(David Berger) „Hört endlich auf mit dem Schuldkult“, „Der Schuldkult ist die Ursache für die Grenzöffnung Merkels“ – solche und ähnliche Aussprüche hört man immer öfter im Lager derer, die sich gerne als „Patrioten“ bezeichnen. Die Problematik dieses Begriffs ist dabei den wenigsten bewusst.

Aufgrund heftiger Aggressionen rechtsextremer Kreise gegen meine Person wurde ich in den Diskussionen der letzten Wochen immer wieder mit dem Begriff „Schuldkult“ konfrontiert. Er wird meistens von den „neuen Rechten“, gelegentlich aber auch einigen Liberal-Konservativen gebraucht.

Bei „Schuldkult“ handelt es sich, das sollten alle zuerst wissen, die ihn gebrauchen, um einen Begriff, der von ehemaligen Nationalsozialisten im Kontext der Entnazifizierung erfunden wurde. Er soll die nach dem Ende des Dritten Reiches entstandene Erinnerungskultur im Hinblick auf die Verbrechen des nationalsozialistischen  Deutschlands, besonders die Schoa, entwerten.

Immer wieder entsteht dadurch der Eindruck, dass mit dem Gebrauch des Begriffs mehr oder weniger bewusst der Versuch gemacht wird, die Verantwortung für die Verbrechen der Nationalsozialisten und deren Folgen zu verharmlosen. Dabei unterstellt man allen, die von diesen Verbrechen sprechen, dass sie dies demagogisch zur Unterdrückung Deutschlands und zur Verhinderung der Entstehung eines neuen Nationalismus tun. Sehr oft wird dann im gleichen Atemzug betont, dass die NS-Verbrechen auch nicht schlimmer seien als die Kriegsverbrechen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg.

Brauchen wir eine erinnerungspolitische Wende?

In diesem Zusammenhang wird dann auch die Forderung erhoben, dass wir in unserer Erinnerungskultur eine Wende brauchen: Dass es Zeit ist, endlich den Jahren des Nationalsozialismus, diesem hyper-perversen Sozialismus, und den damit verbundenen Verbrechen der Schoah weniger Aufmerksamkeit zu widmen als bisher geschehen.

Alice Weidel hat dazu bereits Klartext gegen Höcke & Co gesprochen:

Bei dem Ruf nach einer „erinnerungspolitischen Wende“ begegnen wir häufig folgenden Argumenten:

„Was gehen mich die Verbrechen meiner Ururgroßväter und Mütter an? Wieso werde ich dafür heute noch haftbar gemacht? Ich habe doch keine Schuld an dem, was passiert ist!“

Und in der Folge dann:

„Dieses Schuldgefühl wird doch nur instrumentalisiert, damit wir Deutschen zu allem, von offenen Grenzen bis zu massenhaften Vergewaltigungen deutscher Frauen und Kinder durch Migranten, verschämt schweigen.“

(Achtung an die Qualitätsmedien und die damit verbundenen Zensurstellen: Das sind Zitate aus sozialen Netzwerken! Nicht meine Aussagen!)

Es gibt keine Kollektivschuld im Sinne einer „Solidarschuld“

arfa holocaustmahnmalZunächst ist es völlig korrekt: Eine persönliche Schuld gibt es bei jenen, denen die „Gnade der späten Geburt“ (Helmut Kohl) vergönnt war, tatsächlich nicht.

(Foto: Die Jüdin Orith Arfa im Gespräch mit PP am Holocaust-Mahnmal)

Auch gegen eine Kollektivschuld im Sinne einer „Solidarschuld“ haben sich schon 1945 kluge Köpfe, wie etwa der britisch-jüdische Verleger Victor Gollancz, ausgesprochen. Und das zu einem Zeitpunkt und unter Bedingungen, die alles andere hätten verständlich erscheinen lassen.

Das heißt, es ist geradezu „unsinnig, jeden einzelnen Deutschen der Naziverbrechen für schuldig zu halten– aus dem einfachen Grund seiner Zugehörigkeit zur deutschen Nation“ ( Benjamin Sagalowitz, 1950).

Etwas anderes freilich ist es, von „Versagen“ und damit auch „Schuld“ in historischen Zusammenhängen zu sprechen.

Ich bin in den Bundesrepublik Deutschland 1968 geboren. Ich habe dieses Land in meiner Kindheit und Jugend als meine Heimat, die mir alle Entfaltungschancen gab, schätzen gelernt.

Heimatliebe ist kein Verbrechen

In Bayern aufgewachsen und auf einer Klosterschule gebildet, war mein Unterricht noch so gestaltet, dass die deutsche Geschichte nicht auf die Zeit zwischen 1933 und 1945 reduziert war, wie die „Schuldkult“-Rufer immer wieder insinuieren. Sondern es war ein Unterricht, in dem auch die großen Zeiten unseres Volkes, seine Hochleistungen in Kunst und Kultur eine entscheidende Rolle in allen geisteswissenschaftlichen Fächern spielten.

Wenn ich mich recht erinnere, trat in dieser Zeit neben die einfache Liebe zur Heimat, die sehr regional auf das Frankenland und auf Bayern bezogen war, jene zu meinem Vaterland. Ich empfand zum ersten mal das Glück zu einem Volk zu gehören, das in seiner Geschichte neben Dunkelheiten eben auch viele lichte Sternstunden, von der Kaiserkrönung Karls bis hin zur friedlichen Revolution von 1989 kennt. Ein Volk, das ganz entscheidend die Geschicke Europas mitgeprägt hat. und noch heute schlägt mein Herz höher, wenn die Bayern- oder Deutschlandhymne erklingt.

Gott mit dir, du Land der Bayern,
deutsche Erde, Vaterland!
Über deinen weiten Gauen
ruhe Seine Segenshand!
Er behüte deine Fluren,
schirme deiner Städte Bau
Und erhalte dir die Farben
Seines Himmels, weiß und blau!

Je mehr ich mich mit der Geschichte und Gegenwart des jüdisch-christlichen Abendlandes beschäftigt habe, ist auch in mir die Freude daran gewachsen, selbst von dieser Kultur und Geschichte geprägt zu sein. Von jenem in den letzten Jahren auf einmal im Zusammenhang mit Pegida zum „Nazibegriff“ herabgewürdigten Abendland, in dem Menschen deutscher Sprache eine wichtige Rolle gespielt haben.

Das jüdisch-christliche Abendland gegen einen falschen Nationalismus

Es erfüllt mich nach wie vor mit Stolz, Kind des Abendlandes zu sein. Jenes Abendlandes, das im Mittelmeerrraum in der Antike geboren, aus dem Denken großer Geister wie Sokrates, Platon und Aristoteles hervor wuchs, vom Rechtsdenken und den strategischen Leistungen der Römer geprägt wurde.

Ein Erbe, das nach dem Untergang der Antike von der katholischen Kirche und ihren Geistesgrößen – wie einem Thomas von Aquin – bereichert wurde. Und ganz entscheidend auch durch den Einfluss der immerhin fast ein Jahrtausend prägenden Tradition des „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ (962-1806) – weiter getragen wurde.

Ein stets in einem lebendigen Traditionsprozess und interkulturellem Austausch modifiziertes Erbe, das zunächst die Geburt der Universität und eines echten Wissenschaftsverständnisses, dann durch heftige Kämpfe (von dem Investiturstreit angefangen bis hin zur immer noch nicht ganz abgeschlossenen Kampf für die Trennung von Thron und Altar) hindurch Aufklärung und Säkularisierung ermöglichte.

Dieser Stolz und diese Freude ist jedoch immer verbunden mit dem Wissen um die tiefen Schatten, die neben diesen Lichtsäulen der Geschichte stehen:

Aristoteles, der mit Plato wie kein anderer für das Geistesgerüst der hellenistischen Kultur und damit die Geburt des Abendlandes steht, war auch der Lehrer eines Alexander, dem die Geschichte den Beinahmen des Großen gegeben hat. Und das obwohl er Tausende seiner Soldaten, seinen Geliebten und schließlich sich selbst für seine Machtgelüste und ein Denken, in dem sich (soweit wir das wissen) Idee und Ideologie vermischen, in den Untergang trieb.

Das Wissen auch darum, dass der Untergang der Monarchien im Zusammenhang des ersten Weltkrieges eigentlich mehr Demokratie hätte ermöglichen sollen, aber stattdessen Diktaturen in ganz Europa und damit dem Zweiten Weltkrieg den Weg bereitet hat.

Das Wissen darum, dass die katholische Kirche die Entwicklung der Menschenrechte über das christliche Ethos vorbereitete, stets ihre Stimme gegen übertriebene Nationalismen erhob, aber gleichzeitig noch bis vor wenigen Jahrzehnten den heidnischen Antisemitismus ideologisch vorbereiten half. Und nun wieder fast komplett versagen, wenn es um den Import von Millionen an Antisemiten nach Europa geht.

Und das Wissen darum, wie sehr das Volk der Dichter und Denker sich zum willfährigen Vollstrecker von verbrecherischen Barbaren hat machen lassen.

Neben dem Stolz steht auch tiefe Scham über die Verbrechen der Nationalsozialisten

So steht neben all dem Stolz auch immer die tiefe Scham über die Unheilsjahre in Deutschland und die damit verbundenen Verbrechen der Nationalsozialisten, zumal an den Juden, aber unter anderem auch an Homosexuellen, Katholiken, dem Adel und den Zeugen Jehovas – und an den angegriffenen Völkern der eigenen deutschen Bevölkerung.

Wer diese Geschichte näher betrachtet, sieht wie das Böse und die damit verbundene Schuld in ihrer enormen Macht ungeheuer starke Verflechtungen und Netzwerke bildet, die eine Dimension erreichen, in der kaum jemand mehr komplett unschuldig bleiben kann. Der damalige Papst Pius XII ist dafür ein anschauliches Beispiel.

Die Scham eines Abendländers auch darüber, dass man Osteuropa die Schande des Kommunismus angetan hat – mit all seinen Verbrechen, seinen Gulags und vielen anderen Widerwärtigkeiten, die (wie man am langen Arm der Stasi sieht) bis in unsere heutige Zeit fortwirken. Auch ein Teil Deutschlands wurde Opfer dieser verbrecherischen Ideologie und nicht wenige Deutsche haben sich in der Zeit des DDR-Regimes zu Mittätern gemacht. Auch hier ist das gezielte Vergessen eine Katastrophe, die sich derzeit besonders fatal auswirkt.

Ich werde jetzt nicht die Zahl der Opfer des Nationalsozialismus neben jene der Opfer des Kommunismus stellen, wie das nicht nur durch jene geschieht, die damit die Schandtaten der Nationalsozialisten relativieren wollen. Denn ich weiß natürlich, dass so wie kein Mensch letztlich mit dem anderen vergleichbar ist, auch keine Schuld mit der anderen abwägbar ist.

Deshalb taugen auch die nervenden, in ihrer letzten Konsequenz perversen Diskussionen über die exakte Opferzahl der jeweiligen Unrechtsregime, zu nichts. Aber darum geht es auch nicht.

Es geht viel mehr darum, dass es zu unserem eigenen Schaden geschieht, wenn wir – zumal auf programmatische Ansage – vergessen.

Denn – und ich sage das auch im Blick auf den Umbruch, den wir derzeit in Deutschland erleben – es sind immer ähnliche Mechanismen, mit denen Menschen zum Bösen oder zumindest zum Schweigen angesichts des Bösen getrieben werden. Der Sozialismus in seinen roten und braunen Ausprägungen hat noch immer eine ungeheure Macht.

Die Weisheit der immerwährenden Philosophie

Der Mensch – so eine der tiefen Weisheiten der philosophia perennis – verändert sich in seiner Natur nicht. Die conditio humana bleibt immer dieselbe. In den Menschen, die im Dritten Reich lebten, quälten und mordeten, gequält und ermordet wurden, floss das gleiche Blut wie in jenen, die heute lebten oder vor Jahrhunderten. Wir sind nicht weniger anfällig als sie für das Böse.

Wer vor dem alltäglichen Terror in Europa und unserem Vaterland nicht krampfhaft die Augen verschließt, der kann gar nicht anders als hier eine geradezu dämonische Besessenheit am Werk zu sehen.

Und immer wieder ist es das mysterium iniquitatis, das undurchdringliche Geheimnis des Bösen, dem der Mensch sich zuneigt in einer fast nihilistischen Ponderation, die ihm neben dem Streben nach dem Glück und damit dem Guten und der Tugend innewohnt.

Der Psychologe Carl G. Jung hat dieses Zusammen von dunklen und hellen Archetypen gar als konstitutionell für den ganzen Menschen und daher auch seine psychische Gesundheit gedeutet.

In diesen Einsichten aus Philosophie und Psychologie finden wir die Basis, warum und unter welchem Vorbehalt wir von einer Wiederholung der Geschichte sprechen können, was nichts anderes heißt, als dass wir den Menschen in seiner Größe, aber auch seiner Niedertracht und Schuld wieder erkennen.

Mir geht es in diesem Sinne darum, dass ich ebenso selbstbewusst, wie ich mich als Abendländer fühle und die Deutschland- und Bayernhymne mitsinge, die Deutschlandfahne mit Freude sehe und sage, dass ich Deutscher bin, mich schäme für das, was da Menschen Menschen, Europäer Europäern, Deutsche Deutschen angetan haben.

Echter Nationalstolz ist nur möglich, wenn wir die Schuld nicht verdrängen

Nur beides, Größe und Niederung, Stolz und Scham zusammen ist für mich – als Menschen, der immer wieder zum Bösen neigt und doch von Verzeihung und Gnade lebt – glaubwürdig.

Nur ein Körper mit Narben ist wirklich echt und daher schön. Für mich ist diese Selbsterkenntnis des einzelnen, der nach Aristoteles zoon politicon (gesellschaftliches Lebewesen) ist, auch die Basis für ein umfassenderes Denken. Das einen falschen übertriebenen und andere ausschließenden Nationalismus, der eine Superiorität welcher Hautfarbe oder „Rasse“ (?) auch immer postuliert, von einer tiefen und wehrhaften Liebe zum eigenen Vaterland, der angestammten Heimat unterscheiden kann.

Wer echten Nationalstolz bei den Deutschen wiedergewinnen will, auch um der von Antifa & Co tatsächlich schamlos instrumentalisierten Nazikeule und dem krankhaften Hass linksgrüner Kreise auf Deutschland etwas entgegen zu setzen, aber gleichzeitig die dunklen Stellen unserer Geschichte ausblenden und verstecken möchte, wird erbärmlich scheitern.

Statt die Feinde unserer offenen Gesellschaft und Demokratie zu bekämpfen, füttert er sie wider willen. Und nimmt die Gefahr in Kauf, dass der neue Faschismus, getarnt als Antifaschismus – erneut mit ähnlichen Opfergruppen – wieder Oberwasser gewinnen könnte. Nie wieder!

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„Hass, wie bei den Linken üblich, ist mir immer etwas sehr Fremdes geblieben“

„Pass auf“, sagt David Berger: „Du betrittst jetzt eine Naziwohnung.“ Dass ein offen schwul lebender Mann und eine lesbische Politikerin von einer linken Politsekte zum Homophobia-Paar erklärt werden, erzählt viel über die deutsche Linke.

Und natürlich über Berger. Sein Name löst mittlerweile bei linken Aktivisten jedweder sexueller Präferenz regelrechte Wutattacken aus. Für den Berliner, der einmal als Professor an der päpstlichen Thomas-von-Aquin-Akademie in Rom forschte und dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger zuarbeitete, ist das immer noch ein Vorgang, auf den er eher verwundert blickt.

Jedenfalls nicht verbittert. „Ich bin eigentlich fast immer ein fröhlicher und ziemlich gelassener Mensch.“ Hass, sagt er, das sei für ihn immer etwas sehr Fremdes gewesen.“

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Das ist nur eine Passage eines sehr treffenden Portraits, das der bekannte Publizist und ehemalige  „Focus“-Redakteur Alexander Wendt in seinem Online-Magazin Publico veröffentlich hat:

Hier geht es zu dem gesamten Beitrag (mit Videobotschaft):

Der gefährliche Schwule
Linke attackieren ausgerechnet den homosexuellen Autor David Berger als „homophob“ – wegen seiner Kritik am Islam